Windenergie im Aargau

Lasst es uns herausfinden!

Gegenüber der Windenergie bestehen im Aargau einige Vorbehalte. Zu Recht? Und sind sie sinnvoll in Zeiten der Energiewende? Ein Kommentar.

Mathias Küng
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Windenergie-Debatte im Kanton Aargau

Windenergie-Debatte im Kanton Aargau

Keystone

Vor dem gestrigen Aargauer Energiegipfel mussten die gegen 400 Teilnehmer angeben, wie sie zur Windenergie stehen. 78 Prozent antworteten, sie würden ein Windkraftprojekt grundsätzlich oder eher unterstützen. Knapp 20 Prozent sagten, sie würden es eher oder vorbehaltlos ablehnen.

Die nicht repräsentative Umfrage zeigt: Die Windkraft hat viele Freunde, aber auch erstaunlich viele Gegner. Letzteres ist neben der Kostenfrage und den Wirkungen auf die Umwelt (Landschaft, Lärm, Vögel) auch eine Reaktion auf die Verschandelung ganzer Landstriche in Deutschland.

Die bestehenden Vorbehalte sind eine Herausforderung für diejenigen, die auch im Mittelland Windkraftanlagen wollen. Erst recht, weil Initianten oft mit dem St-Florians-Prinzip kämpfen: Windenergie ja, aber nicht vor meiner Haustür. Doch eine Landschafts-Verschandelung wie in Deutschland ist hier ausgeschlossen.

Im Aargau hat der Grosse Rat lediglich fünf klar eingegrenzte Räume festgelegt, in denen überhaupt solche Anlagen erstellt werden können. Für alle gibt es Projekte, die teilweise seit Jahren auf eine Realisierungschance warten.

Windenergie wird im Aargau nur einen kleinen Beitrag an den künftigen Strommix leisten können, das ist klar. Aber wenn dereinst keine AKW mehr laufen und ein Stromengpass droht, werden wir froh sein um jeden Beitrag für eine sichere und wirtschaftliche Stromversorgung. Auch deshalb, weil Strom eine Schlüsselenergie ist. Kann Windenergie im Aargau also einen Beitrag leisten? Lasst es uns herausfinden und endlich eine erste Anlage realisieren!

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