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Berlin braucht Tegel

Dagmar Heuberger
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Tegel soll nämlich sechs Monate nach der Eröffnung des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg geschlossen werden. Wann der Skandal- und Pannen-Airport BER endlich den Betrieb aufnehmen kann, steht allerdings in den Sternen. (Archivbild)

Tegel soll nämlich sechs Monate nach der Eröffnung des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg geschlossen werden. Wann der Skandal- und Pannen-Airport BER endlich den Betrieb aufnehmen kann, steht allerdings in den Sternen. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/MICHAEL SOHN

Der Flughafen Berlin-Tegel ist einer der weltweit angenehmsten Airports. Er ist übersichtlich, die Wege sind kurz und die Fahrt ins Stadtzentrum dauert mit dem Bus und etwas Glück nur 40 Minuten. Doch die Tage von Berlin-Tegel sind gezählt.

Gut, vielleicht sind eher seine Jahre gezählt. Tegel soll nämlich sechs Monate nach der Eröffnung des Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg geschlossen werden. Wann der Skandal- und Pannen-Airport BER endlich den Betrieb aufnehmen kann, steht allerdings in den Sternen.

Fünfmal wurde die Eröffnung bereits verschoben und auch 2018, der neue Termin, wackelt. Vielleicht werde BER gar nie eröffnet, unkt man in der deutschen Hauptstadt.

Doch darauf wollen knapp 200'000 Berliner nicht zählen. Sie haben – quasi prophylaktisch – eine Initiative mit dem Titel «Berlin braucht Tegel» unterschrieben.

Die Forderung: Der Flughafen im Norden der Stadt soll auch nach der Eröffnung des BER weiterbetrieben werden. 174'000 Unterschriften sind nötig, damit ein Volksbegehren zustande kommt. Die Berliner werden somit an der Urne über den Weiterbetrieb des Flughafens Tegel entscheiden dürfen.

20 Prozent der Wahlberechtigten müssen dafür stimmen, damit der Volksentscheid erfolgreich ist. Ob die Abstimmung bindend wäre, ist allerdings fraglich. Als Berlin-Touristin würde man es sich wünschen – oder aber hoffen, dass der milliardenteure BER eine Ruine bleibt.