Apropos

Auf den (Fleisch-) Wolf gekommen

Philipp Felber
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Ein Fleischwolf ist eine gute Sache.

Ein Fleischwolf ist eine gute Sache.

Hanspeter Bärtschi

Ein Lehrstück, wie Nachfrage aus dem Nichts generiert werden kann, liefert derzeit Grossverteiler Coop ab. Im Rahmen einer sogenannten Trophy werden ansonsten schweineteure Trend-Küchenmaschinen günstiger verkauft. Teuer sind sie zwar immer noch. Aber hey: Ein Schnäppchen, da muss man zuschlagen. Also steht nun so ein 10 Kilogramm schweres Ungetüm in unserer Küche. Das Ding ist hübsch anzusehen und durchaus praktisch. Doch nach kurzer Zeit beschlich mich das Gefühl, dass die Maschine eigentlich mehr können sollte, als nur zu rühren. Und irgendwie nervt es, dass ständig Rührmasse aus dem Topf schwappt. Da muss es doch eine Lösung geben.

Eine Lösung gibts nun tatsächlich: Wie aus dem Nichts bietet Coop seit neuestem auch allerhand zusätzliches Zubehör für die Maschine an. Inklusive Spritzschutz und Fleischwolf. Wiederum vergünstigt — 200 Franken kostet das Zubehörset XXL — und: «jetzt in stark limitierter Menge und nur solange Vorrat!», preist Coop an. «I see what you did there» würde man auf Englisch sagen, die Pläne von Coop durchschauen und mitleidig lächelnd an der Aktion vorbeilaufen.

So jedenfalls der Plan. Die Realität: Wir haben nun einen Fleischwolf zu Hause. Irgendwelche Ideen, was man damit machen kann?