Kommentar
Der einzige Weg aus der Krise: Die Impfung – ohne sie gäbe es uns nicht einmal

Wer sich nicht impfen lässt, verhindert zwar Nebenwirkungen bei sich selbst, nicht aber Nebeneffekte in der Gesellschaft. Ein Klartext-Kommentar.

Samuel Schumacher
Samuel Schumacher
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Impfen ist der einzige zuverlässige Weg aus der Corona-Pandemie.

Impfen ist der einzige zuverlässige Weg aus der Corona-Pandemie.

Keystone

Der Historiker Yuval Harari sagt es so: Das Problem der Impf-Technik ist ihr Erfolg, der uns vergessen liess, wie schlimm das Leben früher ohne Vakzine war. Vor der Erfindung der Impfungen ist ein Drittel aller Kinder an Infektionskrankheiten verstorben. Ein Grossteil von uns allen wäre ohne die geniale Erfindung also längst nicht mehr auf der Welt.

Klartext reden beim Impfen ist deshalb wichtig. Das gilt besonders bei der Coronapandemie. Die drohende vierte Welle und der mögliche Rückfall in Zeiten voller Einschränkungen ruft nach deutlichen Worten: Wer sich ohne gute Begründung nicht impfen lässt, verhindert damit zwar mögliche Nebenwirkungen wie Fieber oder Gliederschmerzen, verursacht aber massive gesellschaftliche Nebeneffekte wie Maskenpflicht oder Sperrstunden in der Gastronomie – nicht nur für sich selbst, sondern für uns alle.

Eine hohe Anzahl geimpfter Personen ist der einzige Weg aus dieser stets mit neuen Mutanten aufwartenden Pandemie. Nur wenn die Viren nicht mehr genügend ungeimpfte Trägerinnen finden, in denen sie sich vermehren und mutieren können, kriegen wir Covid-19 als Gesellschaft in den Griff. Solange sich ein bedeutender Teil der Bevölkerung trotz ausreichend vorhandenem Impfstoff dem Piks verweigert, mutiert Corona immer weiter. Dann ist Delta nicht das vorläufige Ende, sondern nur eine weitere Zwischenstufe in diesem pandemischen Ausnahmezustand.

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