St. Gallen liegt vor Indien und Österreich

Der Thurgau soll sein Apfelimage ablegen, fordert Unternehmer Hermann Hess. Und was ist eigentlich mit St. Gallen? Wird er vor allem als Bratwurst- und Olmakanton wahrgenommen?

Jürg Ackermann
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Der Thurgau gilt gemeinhin als Mostindien. Das ist nicht verwunderlich. Denn nirgendwo sonst stehen hierzulande so viele Apfelbäume. Der Kanton solle sich als boomende Wirtschafts- und Technologieregion präsentieren und das Apfelimage endlich ablegen, fordert nun Unternehmer Hermann Hess. Da stellt sich die Frage: Was für einen Ruf hat eigentlich der grosse Ostschweizer Nachbar St. Gallen? Olma-, Bratwurst-, Kloster- oder Textilkanton?

Nichts von alldem. Die Olympischen Spiele haben gezeigt, was St. Gallen wirklich ist: Ein dynamischer Sportkanton. Wer das nicht glaubt, soll nochmals einen Blick auf den Medaillenspiegel werfen. Dank Jolanda Neff und Belinda Bencic lag St. Gallen dort vor Indien, Portugal oder Österreich, die nur je einmal Gold holten. Zudem zieht mit Roger Federer bald eine globale Sportikone hierher.

Übrigens ging der Thurgau, im Gegensatz zu den Paralympics, in Tokio leer aus. Velofahrer Stefan Küng verpasste das Podest um ein paar läppische Zehntel. Gut möglich, dass er vor lauter Frust ein paar Gläser Most trank.

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