Salzkorn
Wem gehört das Tessin?

Über Ostern holen sich Herr und Frau Schweizer zurück, was ihnen rechtmässig zusteht. Nimm das, Deutschland!

Linda Müntener
Merken
Drucken
Teilen

Nächste Woche soll’s über 20 Grad warm werden. Da kommen Sommergefühle auf. Sommer – erinnern Sie sich? Das waren die zwei Monate vor bald einem Jahr, als das Gröbste überstanden schien und Corona fast in Vergessenheit geriet. Noch einmal so unbeschwert sein, das wär’s. Und das geht, sogar schon früher! «Das Tessin gehört an Ostern uns!», verkündete jüngst die grosse Boulevardzeitung aus Zürich. Die deutschen Touristen würden wegen des Superlockdowns im eigenen Land die Schweiz nämlich meiden.

Endlich zeigt sich dieses Virus einmal von seiner positiven Seite. Ab sofort müssen wir uns bei der Gelato-Bestellung neben den deutschen Mittouristen nicht mehr für unser hölzernes Hochdeutsch genieren. Denn an der Hafenpromenade von Ascona hört man jetzt ausschliesslich Zürischnurre. Wir nehmen uns das zurück, was uns rechtmässig zusteht, jawohl. Buongiorno Deutsche, habt ihr’s schön in eurem Schwarzwald?

Keine Antwort. Die sitzen längst im Flieger nach Mallorca.