Salzkorn
St.Gallen hat keine Krimireihe, dafür eine Bank und eine Universität

Kaum denkt man, es gebe nichts mehr Neues vom St.Galler Rosenberg oder dem Haus am Roten Platz, wird man eines Besseren belehrt.

Urs Bader
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Illustration: Corinne Bromundt

Jeder Stadt ihren eigenen Kriminalfilm! Diesen Eindruck gewinnt, wer regelmässig die deutschsprachigen Fernsehprogramme nach etwas Nervenkitzel durchforstet. Lauter Tatorte quer durch Europa, von Hamburg bis Barcelona, von Dublin bis Athen.

Auch kleinere Städte kommen zu Ehren, wenn es um Sex and Crime geht, um Mord, Totschlag, Lug und Trug: «Der Bozen-Krimi», «Soko-Kitzbühel» … Selbst das zwinglianisch geprägte Zürich gibt die Kulisse ab für eine Krimireihe.

Nur St.Gallen hat es bisher nicht als Verbrechensstandort ins Fernsehen geschafft. Den St.-Gallen-Krimi gibt es noch nicht. Warum eigentlich?

«Der Name der Rose»

Denkbar wäre etwa eine Serie, die im klösterlichen Milieu spielt wie «Der Name der Rose». Tröstlich immerhin, dass die Stadt über eine Hochschule sowie den Hauptsitz einer Bank verfügt, die regelmässig um Spannung und Unterhaltung bemüht sind.

Und wer einmal enttäuscht denkt, da gibt es nichts mehr Neues, alles ausgequetscht, wird immer wieder überrascht. Lechz! Eine neue Staffel folgt!