Salzkorn
Von Schatschiri bis Gillämönoo

Die Aussprache von Fussballernamen ist bei weitem nicht nur im Fall von Nationalspielern mit Wurzeln im Kosovo herausfordernd.

Odilia Hiller
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Illustration: Corinne Bromundt

Auch wenn die Diskussion nicht taufrisch ist: Der «Tages-Anzeiger» lässt es sich nicht nehmen, SRF-Fussballkommentator Sascha Ruefer [Sa-scha Ru-ä-fo] wiedermal aufzufordern, den Namen von Nationalspieler Xherdan Shaqiri korrekt auszusprechen.

Also so, wie es seine Landsleute scheint’s täten: [Scha-tschiri] müsste es gemäss dem Zürcher Intellektuellenblatt nämlich heissen. Das wäre man der zweiten Einwanderergeneration doch schuldig, dank welcher die Schweiz an die WM dürfe. Bei den französischen und italienischen Namen unserer Landsleute habe man es schliesslich auch im Griff.

Wir wagen zu widersprechen. Beim St.Galler Spieler Jérémy Guillemenot, seit 2019 bei Grünweiss, dauerte es gefühlt zwei Jahre, bis niemand mehr [Gillä-mönoo] sagte.

Lustig wird es bei den afrikanischstämmigen Spielern. Oder weiss jemand, wie man Kwadwo Duah ausspricht?

Gesichert ist, dass er in London geboren wurde und einen zauberhaften Bernerdialekt spricht. Wir wetten aber 100 Stutz, dass er selber sich nicht [Kvad-woo] nennt.

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