Salzkorn
Mit den Jahren werden nicht nur die Falten mehr – auch die Tierchen auf unserem Gesicht vermehren sich

Botox, Facelifting und andere Schönheits-OP sind seit Corona gefragt. Dabei wussten wir gar nicht, das kleine Wesen auf unserem Gesicht leben.

Jolanda Riedener
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Illustration: Corinne Bromundt

Weil das Reisen wegen Corona in den vergangenen zwei Jahren schwierig war, weist nun manch ein Haushaltsbudget einen Überschuss auf. Dieser wird vermehrt in den eigenen Körper investiert: Die Nachfrage nach ästhetischen Eingriffen hat auf jeden Fall zugenommen.

Das Feriengeld wird in Botox und Facelifting gesteckt, insbesondere der Augenpartie. Diese stand während der Pandemie noch stärker im Fokus, während andere Gesichtsregionen unter der Schutzmaske verborgen blieben.

Dabei wussten wir gar nicht, dass auf unserem Gesicht nicht nur Krähenfüsse und Mitesser, sondern auch unbemerkte Wesen beheimatet sind. Unser Gesicht ist nämlich auch Lebensraum der Haarbalgmilben. Sie wohnen in den Poren der Gesichtshaare. Bei einer erwachsenen Person sind es um die tausend Stück.

Die Tierchen sind so klein, dass man sie mit blossem Auge gar nicht sieht. Vermutlich ernähren sie sich von unseren toten Hautzellen. Ansonsten weiss man bisher wenig über die Viecher mit den vier stämmigen Beinpaaren. Das ist vielleicht auch besser so.