Salzkorn
Sperrt sofort den Mannenweier

Oberhalb St.Gallen treibt ein blutrünstiger Fisch sein Unwesen.

Silvan Lüchinger
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Bild: Corinne Bromundt

Nachdem der Sommer eine lange Pause eingelegt hat, ist wieder Badewetter. Aber nicht alle Leute mögen Bäder. Schon gar nicht Freibäder. Da sind jene, die Angst haben, dass das Wasser plötzlich zurückweicht und sie in die Tiefe stürzen. Andere fürchten sich vor Wasserschlangen und wieder andere finden Entenflöhe furchtbar unsympathische Tiere. Dann gibt es noch den Mannenweier oberhalb St.Gallen.

Dort treibt ein blutrünstiger Fisch sein Unwesen. Vergangenes Jahr wurde eine Frau gebissen, dieses Jahr war es ein Mann. Dass er auf Menschen beiden Geschlechts losgeht, unterstreicht die Gefährlichkeit des Killerhechts. Was tun die Behörden? Nichts.

Dabei ist klar: Wo es Hechte gibt, leben in den dunklen Abgründen womöglich auch Welse. Die Riesen beissen nicht. Sie fressen einfach alles, was ihnen vors Maul kommt. Vor diesem Hintergrund ist die Passivität der Behörden unverzeihlich. Darum: Sperren Sie sofort den Mannenweier. Den Männern ist das nämlich egal. Die tollsten Hechte sonnen sich ohnehin lieber auf dem Rasen als im Wasser.