Salzkorn
Hurra, wir haben ein Schutzkonzept!

Mit allerhand Massnahmen kämpfen die Skigebiete hierzulande gegen dieses Coronavirus. Wir sind begeistert.

Pascal Hollenstein
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Sage keiner, die Bergbahnen nähmen den Kampf gegen das Coronavirus nicht ernst. Und wie sie das tun!

Auf der Molseralp im schönen Skigebiet Flumserberg wurden wir Zeuge, wie zwei grimmige Herren den Einlass zur Beiz bewachten. Absolut kein Durchkommen ohne amtlich bestätige «G» gab es da. Hermetische Abriegelung. Selber schuld, wenn man sein Zertifikat vergessen hat und eigentlich nur zum stillen Örtchen vordringen will. Das Schutzkonzept duldet keine Kompromisse. Die Zahl der Todesfälle aufgrund geplatzter Blasen wird vom BAG intensiv beobachtet.

Oder im Engadin. Die Massnahmen zeichneten sich dadurch aus, dass sie nicht wahrnehmbar waren. Ein teuflisch raffiniertes Vorgehen, wie wir finden. Man wiegt das Virus in Sicherheit. Und wenn es dann kurz davor ist, zuzuschlagen - zack! - hält man ihm das Schutzkonzept unter die Nase. So geht das.

Schutzkonzepte sind pure Magie. Begeistert wollten wir ein Loblied auf sie anstimmen. Leider fehlte uns im völlig überfüllten Skibus die Luft dazu.

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