SALZKORN
Ein paar Regeln für das Public Viewing

Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Öffentliche Umarmungen sind weiterhin verboten. Eine Ausnahme aber gibt es.

Stefan Schmid
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Corinne Bromundt

Jetzt ist es schon wieder passiert. Menschen haben draussen zusammen Bier getrunken. Und wissen Sie was? Sie standen dabei dicht gedrängt Rücken an Rücken. Wie früher. Und haben gelacht.

Einige sollen sich sogar berührt haben. Mehr noch: Laut Augenzeugen gab es Menschen, die sich geküsst und umarmt haben. Lachend! Bier trinkend! Draussen! Und was bitteschön macht unsere Polizei? Nichts! Sie schaut diesem frivolen Treiben einfach zu. Keine Wasserwerfer, kein Gummischrot, nicht einmal Wegweisungen. Was ist bloss los im Staate Dänemark?

Jetzt muss im Hinblick auf die Fussball-EM durchgegriffen werden. Bevor es zu spät ist und sich in diesem Land wieder diese hedonistische, demokratische Normalität etablieren kann. Public Viewing ist erlaubt, aber höchstens zu dritt, ja besser zu zweit. Und ohne Bier. Und wer sich umarmt, wird weggewiesen. Erste Ausnahme: Bei Toren der Schweizer. Da darf diskret gejubelt werden. Zweite Ausnahme: Beim Ausscheiden der Deutschen. Da sind auch Umarmungen erlaubt.