Salzkorn
Ein Hoch auf das Pendlerleben

Homeoffice war gestern. Jetzt wird wieder gependelt. Aber Obacht! Am Bahnhof tickt die Kalorienbombe.

Pascal Hollenstein
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Gut, das war es dann: Der Homeoffice-Ukas ist gefallen, allerhand Bürogspänli möchten wieder in düsteren Sitzungszimmern gemeinsam schlechten Kaffee aus Pappbechern zu trinken.

Der Geografie ist es geschuldet, dass wir vor jeder Pappbecherorgie rund eine Stunde in der Eisenbahn verbringen. Theoretisch könnte man dort arbeiten - es sei denn, man reist mit den berüchtigten Schüttelkompositionen mit dem klangvollen Namen «Dosto». Warum die Bundesbahnen den Schrott nicht einfach entsorgen, bei Stadler Rail richtige Züge bestellen und den Angriff auf unsere Gesundheit einstellen, ist uns ein Rätsel.

Noch bedrohlicher für unsere körperliche Verfassung ist allerdings die Mode, an den Bahnhöfen zu Werbezwecken allerhand Fressalien abzugeben. Sparsam, wie wir sind, greifen wir jedes Mal zu. Andererseits droht uns beim Konsum der Gratis-Kalorienbomben umgehende Verfettung. Immerhin in dieser Hinsicht ist die Schüttlerei im «Dosto» ein Segen. Übelkeit ist im Pendlerleben eben nicht immer nur von Übel.