Salzkorn
Auf Rettungsmission im Keller

Thorsten Fischer
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Es ist an der Zeit, in den Keller hinabzusteigen. Solange der Rohstoffmangel immer grösser wird, kann niemand tatenlos zusehen. Jetzt gilt es, auszumisten und möglichst viel in den Kreislauf zurückzugeben. Mal schauen: die schmiedeeisernen Kerzenleuchter gleich am Eingang. Das wäre doch was. Aber vielleicht brauchen wir sie noch, wenn der Strom ausfällt. Also besser horten.

Wo ist eigentlich das uralte Velo? Wurde es bereits einmal unter der Hand weiterverkauft oder gar gestohlen? Alles ist möglich. Ganz hinten dämmert das Filetstück vor sich hin: ein zerlegter Schrank. Aber die Preise für Holz steigen vielleicht noch. Also knallhart spekulieren und abwarten. Zudem sind die vor Jahren deponierten Bretter so hoffnungslos verkeilt wie kürzlich das Transportschiff im Suezkanal.

Das ist alles viel zu kompliziert. Kellertüre wieder zu, Mangel hin oder her. Das Problem bleibt damit zwar ungelöst. Aber immerhin wissen wir jetzt: Der kleine Keller und der grosse Weltmarkt – sie ticken nach dem genau gleichen Prinzip.

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