Mit Gänsehaut über den Hundschopf

Trotz Omikron werden Zehntausende ohne Maske die Lauberhorn-Rennen live vor Ort verfolgen. Wenn das nur gut geht!

Jürg Ackermann
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Sportbegeisterte können es kaum erwarten. Endlich wieder Lauberhorn-Rennen! Nach der Absage im Vorjahr ist die Vorfreude nun umso grösser.

Allein die Schlüsselstellen der Abfahrt sind für Skifans pure Poesie: Hanneggschuss, Silberhornsprung, Minschkante oder Hundschopf. Doch warum ist die legendärste Stelle der Abfahrt, wo sich jeweils Tausende Fans tummeln, nach einem Tier benannt? «Schopf» steht für einen kahlen, unwirtlichen Ort, der nur während der Abfahrt zur Festhütte wird. Der«Hund» wertet den Begriff zusätzlich ab, wie wenn es einem «hundeelend» oder «hundsmiserabel» geht.

Die Sprache weicht gerne ins Tierreich aus, gerade im Sport, wo viele Emotionen im Spiel sind. Wenn Beat Feuz zwischen den Felsen über den Hundschopf fliegt und wie von der Tarantel gestochen in den Canadian Corner einbiegt, haben die Zuschauer Gänsehaut. Sie wissen: Sieg und Niederlage sind bloss einen Katzensprung entfernt. Wenn nur die Lauberhorn-Rennen nicht zur Omikron-Falle werden und alle wie die Esel am Berg stehen.

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