Glosse

Oje GC

Der Zürcher Nobelklub ist in die Fänge chinesischer Kapitalisten geraten. Wie soll die Limmatstadt so nur zu einem neuen Stadion kommen? 

Stefan Schmid
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Illustration: Corinne Bromundt

Das Schicksal des Grasshopper Club Zürich ist uns Ostschweizern ja egal. Seit GC in die NLB abgestiegen ist, erst recht.

Doch jetzt kommt fast so etwas wie Mitleid auf, seit die Nachricht von der chinesischen Übernahme des einstigen Nobelvereins die Runde gemacht hat.

Der 33-jährige Sky Sun wird Präsident. Die Multimilliardärin Jenny Wang Besitzerin. Sie ist die Ehefrau von Guo Guangchang, dessen Firma die Wolverhampton Wanderers in der Premier League besitzt. Über eine Tochterfirma ist Guangchang zudem am Spielervermittlerimperium des Portugiesen Jorge Mendes beteiligt.

So wir uns nicht täuschen, spielen bei GC bald viele Mendes-Schützlinge, die später den Wanderers ausgeliehen, ehe sie teuer verkauft werden. Eine perfekte Kontrolle der Nahrungskette im modernen Menschenhandel.

Und nun soll das Stimmvolk im linksliberalen Zürich diesen frivolen chinesisch-portugiesischen Geschäftlimachern ein neues Stadion finanzieren? Da wird der FCSG mit Garantie vorher Schweizer Meister. Auch ohne Corona.