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Die Tränen sind weggewischt

Die Hitzewelle in England endet pünktlich zum Start der Premier League. Ab Freitagabend rollt der Ball wieder.
Gabriel Felder
Gabriel Felder.

Gabriel Felder.

Die ungewöhnlich lange Hitzewelle im Süden Englands fand diese Woche ein Ende. Es kühlte deutlich ab. Am Freitagabend neigt sich eine andere Durststrecke dem Finish entgegen: Der Startpfiff zur englischen Premier League erfolgt. Manchester United trifft im Eröffnungsspiel auf Leicester City.

Pep Guardiola und sein Team von Manchester City dominierten die letzte Saison in einem fast schon dreisten Ausmass. Gegen Saisonende war die Mannschaft ihren Rivalen so weit voraus, dass sie sich das Schwitzen locker ersparen konnte. Mit einer Bilanz von 106 erzielten Toren, lediglich zwei Niederlagen und satten 100 Punkten an der Tabellenspitze, startet Manchester City nun als deutlicher Favorit in die Saison von 2018/19. Die Anschaffung des algerischen Rechtsaussen Riyad Mahrez, der für 77 Millionen Franken von Leicester City nach Manchester wechselte, konsolidiert die Schusskraft von Guadiola & Co. Und davon wird die Mannschaft eine gehörige Portion brauchen.

Erstens gilt es als notorisch schwierig, den Premier-League-Titel über mehrere Saisons zu halten (Manchester United schaffte das Wunder zwischen 2007 und 2009), und zweitens kämpft Manchester City an zweit Fronten: Guardiola macht kein Geheimnis aus der Tatsache, dass er im neuen Jahr den Champions-League-Titel im Visier hat.

Ausserdem rüstet sich ein hungriges Liverpool zum Titelkampf auf: Jürgen Klopps Mannschaft wird in der englischen Sportpresse als Verein gehandelt, vor dem die Titelträger am meisten zittern. Und Klopp kann laut eigenen Aussagen kaum darauf warten, den Druck auf den gegenwärtigen Meister zu erhöhen. Ein Unterfangen, das ihm bereits in der letzten Saison gelang, als sein Team zu Hause 4:3 gegen Manchester City gewann.

Klopp geht ganz offensichtlich aufs Ganze und liess 221 Millionen Franken auf dem Transfermarkt liegen. Aus Schweizer Sicht interessiert vor allem die Verpflichtung von Xherdan Shaqiri, der den abgestiegenen Verein Stoke City verlässt. Shaqiri gilt mit seiner Premier-League-Erfahrung als sicherer Wert für Liverpool, während sein Schweizer Kollege Granit Xhaka bei Arsenal eindeutig mehr zu beweisen hat: Eine unbequeme Ansammlung von zwölf gelben Karten sowie eine Reihe von Auftritten, die von Presse und Fans als «naiv» und «halbherzig» bezeichnet wurden, geben dem Mittelfeldspieler Stoff zum Nachdenken.

Womit wir beim Club wären, der mir persönlich am meisten am Herzen liegt: Die Gunners. Unter Cheftrainer Unai Emery ergibt sich für Arsenal die Chance zum Neuanfang. Vergessen ist der sechste Platz, der zum Saisonende so symbolisch zum Rücktritt des oft gloriosen aber schlussendlich ausgetretenen Arsène Wenger passte. Weggewischt sind die Tränen, die so mancher Fan nach dem Abgang der Aushängeschilder Santi Carzola und vor allem Jack Wilshere vergossen haben. Emerys Transferstrategie war es, Spieler zu finden, die dem Team «mehr Substanz» verleihen. Ich freue mich vor allem auf den Einsatz von Sokrates Papastathopoulos, der als Innenverteidiger ein Loch stopfen könnte, welches in der Vergangenheit zu oft und zu fahrlässig offen gelassen wurde. Ausserdem bin ich gespannt, wie die Arsenal-Geschichte von Pierre-Emerick Aubameyang weitergeht. Sein Spielprotokoll wies in der letzten Saison zehn Tore in zwölf Partien auf und zeigt damit einen Fussballer, der sich in seinem neuen Umfeld pudelwohl fühlt.

Viel Zeit zum Aufwärmen bleibt allerdings nicht für die Gunners: Am Sonntag wird das erste Spiel unter Emery Unais Direktion angepfiffen. Der Gegner? Ein Team aus dem englischen Nordwesten namens Manchester City. Ich habe gehört, dass die gar nicht mal so schlecht sind.

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