Leserbrief
Die Klimapolitik – ein gigantisches Geschäft

Die Kohle brennt weiter, Ausgabe vom 7. Dezember

Markus Eckstein, Goldach
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Kürzlich hat der emeritierte HSG-Professor Silvio Borner kritisiert, dass sich «seine» Universität neuerdings zu «wertorientiertem Denken» und «emotionaler Ausdrucksfähigkeit» bekenne. Die Wertung müsse am Ende erfolgen und nicht als normativer Ausgangspunkt der Forschung, die so zur subjektiven Rechtfertigung der Ausgangsposition zu verkommen drohe – oder zu Gefälligkeitsforschung. In der Klimaforschung ist es genau so gelaufen: Zuerst kamen die normativen Vorgaben der Politik. Margaret Thatcher, die Öl und Kohle bremsen und Kernkraftwerke fördern wollte, gab Klimaforschern den Auftrag zur Rechtfertigung. Das Intergovernmental Panel on Climate Changeder UNO gab die Vorgabe: «De­karbonisierung der Weltwirtschaft». Geeinigt hat man sich auf Kohlendioxid als Klimatreiber. In einem Filmchen, abrufbar auf www.youtube.com unter The Global Warning Swindle, auch in deutscher Simultanübersetzung, kommen die Interviewten – alle renommierte Klimaforscher, darunter Nobelpreisträger – zum Schluss, Klimatreiber sei die Sonne. Der Kohlendioxid-Anstieg folge dem Temperaturanstieg, nicht umgekehrt.

Wenn das stimmt, und es stimmt, wenn die präsentierten Kurven nicht gefälscht sind, ist die ganze kohlendioxidfokussierte Klimapolitik ein Schwindel – oder Voraussetzung für ein gigantisches politisches und kommerzielles Geschäft: Die Politik kann laufend neue Klimasteuern, Vorschriften, Verbote, Subventionen und mehr Entwicklungshilfe (jetzt Klimahilfe) begründen. Die Wirtschaft macht Riesenumsätze mit vorzeitig erzwungenem, künstlichem Ersatzbedarf. Ohne einschneidende klimapolitische Massnahmen komme es in spätestens fünfzehn Jahren zur globalen Katastrophe, warnte die grüne Nationalrätin Regula Rytz.

Braucht es zur weiteren Steigerung der Energieeffizienz und Schonung fossiler Brennstoffe wirklich solche Drohungen, wie seinerzeit beim Waldsterbenschwindel? Bereits heute sind über 50 Prozent des Benzin- und Dieselpreises Steuern. Mir scheint das genug. Den Gilets jaunes auch.