Apropos
Wenn aus dem Fluch ein grosser Segen wird

Heute können wir immer und überall kommunizieren, mit wem und wie oft wir wollen. Oft empfinden wir das als Fluch. In der Pandemie aber hat uns die Möglichkeit des digitalen Kontakts gerettet.

Rahel Koerfgen
Rahel Koerfgen
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Dank Programmen wie Zoom oder Skype konnte man sich während der Pandemie wenigstens noch am Bildschirm sehen.

Dank Programmen wie Zoom oder Skype konnte man sich während der Pandemie wenigstens noch am Bildschirm sehen.

Pinstock / E+

Die Pandemie liess uns keine Wahl: Für lange Zeit ging im echten Leben nichts mehr, Treffen mit den Liebsten verschoben sich in digitale Sphären. Zugegeben, es fühlt sich um ein Tausendfaches besser an, die Mutter zu umarmen, als sie am Bildschirm lachen zu sehen oder ihr per Whatsapp ein paar Kuss-Smileys zu schicken. Aber jetzt stellen Sie sich mal vor, die Pandemie hätte uns 40 Jahre früher heimgesucht.

Ohne Whatsapp, Skype und Facetime, ohne Zoom und soziale Medien wäre es um ein Vielfaches umständlicher gewesen, den Kontakt mit Familie und Freunden zu halten. Briefe hätten wir geschrieben, täglich. Und jene, die ein bisschen Geld auf der Seite hatten, dürften hie und da telefoniert haben. Aber auch nur zwei, drei Minuten, weil das sonst das Budget gesprengt hätte – Plaudertaschen hätte gar der Privatkonkurs gedroht.

Heute können wir so gut wie kostenlose immer und überall kommunizieren, mit wem und so oft wir wollen. Nicht selten empfinden wir das als Fluch, ja, aber im Falle der Pandemie ist es zu einem Segen geworden.