Apropos
Kakofonie der Konsequenten

Die Bekämpfung der Pandemie brachte viele Ungereimtheiten mit sich, die offenbar schwer auszuhalten sind.

Pascal Ritter
Pascal Ritter
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Flanieren mit Maske, Konsumieren ohne? Das ist doch nicht konsequent.

Flanieren mit Maske, Konsumieren ohne? Das ist doch nicht konsequent.

Alessandro Crinari / KEYSTONE/Ti-PRESS

Die Beizerin sagt, das Restaurant sei drinnen zu, die Hotels auf, das sei nicht konsequent. Der Hotelier sagt, die Hotels seien voll, die Züge ja auch, das sei nur konsequent.

Die Bähnlerin sagt, die Züge seien voll, die Terrassen ja auch. Das sei nur konsequent. Der Unternehmer sagt, das Büro sei leer, das Fitnesscenter voll, das sei nicht konsequent. Die Sportlerin sagt, auf der Hantelbank trage sie Maske, auf dem Beizenstuhl nicht, das sei nicht konsequent.

Der Angestellte sagt, die Baustelle sei auf, das Büro zu, das sei nicht konsequent. Die Arbeiterin sagt, auf dem Bau trage sie Maske, in der Gartenbeiz nicht, das sei nicht konsequent.

Der Kellner sagt, beim Servieren trage er Maske, beim Bedientwerden nicht, das sei nicht konsequent. Der Kunde sagt, im Biergarten trage er Maske, im Vorgarten nicht, das sei nicht konsequent.

Der Kranke sagt nichts. Er trägt die Konsequenzen.