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Apropos: Ein Wahlmärli

Maria Brehmer

Es war einmal die Schweiz in Zeiten vor den Wahlen. Die Sonne tauchte das Land in herbstlich-warmes Licht, in den Bahnhöfen wurden jeden Tag im Überfluss Bonbons und Kugelschreiber verteilt.

Potenzielle künftige Machthaberinnen und Machthaber grüssten, lächelten und verschickten munter Freundschaftsanfragen in den sozialen Medien. Hatte man in der Schweiz in Zeiten vor den Wahlen das Glück, einer potenziellen künftigen Machthaberin oder einem potenziellen künftigen Machthaber persönlich zu begegnen, waren sie nie um herzlich-authentische Unterhaltungen verlegen.

Man redete über das Wetter, über die Ferien. Wenn man besonders viel Glück hatte, auch über Lenkungsabgaben oder Elternzeit. Die Bürgerinnen und Bürger der Schweiz in Zeiten vor den Wahlen fühlten sich wichtig: Sie konnten jetzt bestimmen, wie die Schweiz nach den Zeiten der Wahlen aussehen sollte – und das konnte man schliesslich nicht überall auf der Welt. Ob das allen Bürgerinnen und Bürgern der Schweiz in Zeiten vor den Wahlen bewusst war? Und wer am Sonntag gewählt worden ist, der lächelt auch am Montag noch.

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