Kolumne

Apropos: 2 Grad schaffen wir nicht (mehr). Was sollen wir jetzt machen?

Christoph Bopp
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In einem Text im aktuellen «Merkur» zeigt Jens Soentgen, Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg, dass das erklärte Ziel aller Klimapolitik, die globale Erwärmung auf 2 Grad zu begrenzen, illusorisch ist.

Die CO2-Emissionen steigen global immer noch. Dort, wo sie am meisten steigen, ist auch die Aussicht, dass sie durch die Politik begrenzt würden, am kleinsten. In China oder Indien zum Beispiel, da fehlt schlicht der Wille.

Also fordert er: «Klimarealpolitik statt Klima-Utopismus.» Der Exekutive erreichbare Umwelt-Ziele setzen, damit sie verantwortlich gemacht werden kann, wenn sie nicht erreicht werden. So geht Politik. Klingt gut. Vernünftig.

Im Klartext heisst das aber: Es wird nichts passieren. Oder nur Schmerz­loses. Die Alternative: Klimaresilienz schaffen. Uns vorbereiten, damit wir das erwartbare Durcheinander überstehen. Klingt auch vernünftig.

Dann wird aber auch klarer, was viele nicht wahr haben wollen: Das Ende der Natur. Ökologie (ein nachhaltiges Verhältnis zwischen uns und dem Planeten) ist dann eine Aufgabe der Technologie. Oder Technologie selbst.