Kommentar

Absage? Echt jetzt? Macht doch eine Olma light – kleiner, feiner, coronakonform

Die beliebteste Messe der Schweiz fällt 2020 im gewohnten Rahmen aus. Man kann das nachvollziehen. Dennoch sollte die Messeleitung die Chance packen, die sich mit einer kleineren, feineren Corona-Olma ergeben könnte.

Stefan Schmid
Drucken
Teilen
Stefan Schmid

Stefan Schmid

Bild: Hanspeter Schiess

Die Olma 2020 findet also nicht statt. Schade. Die beliebteste Messe der Schweiz ist im Ostschweizer Veranstaltungskalender eine feste Grösse. Die Enttäuschung, die sich in der Region breit macht, ist daher verständlich.

Schon klar, dass eine Kiste wie die Olma nicht von heute auf morgen organisiert werden kann. Und ja, eine Durchführung wäre mit erheblichen Unsicherheiten behaftet gewesen.

Dennoch darf man sich fragen, ob die Absage nicht zu früh und zu umfassend erfolgt ist. Zu früh, weil die Entwicklung an der Coronafront positiv ist. Hätte man da nicht noch zuwarten können? Zu umfassend, weil es wohl die Möglichkeit gegeben hätte, wenigstens eine «Olma light» ins Auge zu fassen. Eine Olma mit weniger Rambazamba, dafür eine Olma mit einem verschlankten und erneuerten Erscheinungsbild.

Das hätten alle verstanden. Eine kleinere, feinere Corona-Olma hätte viel Kredit genossen. Nun, die Messeleitung stellt immerhin eine «Ersatzveranstaltung mit Festcharakter in kleinerem Rahmen» in Aussicht. Das ist kein grosses Versprechen. Aber es ist eines.

Mehr zum Thema

Die Olma findet 2020 nicht statt +++ Direktorin Christine Bolt: «Es ist nicht schön, als erste Amtshandlung die Olma absagen zu müssen» +++ Durchführung Jahrmarkt noch nicht entschieden

Das Jahr 2020 wird ein Jahr ohne Olma. Die grösste Publikumsmesse der Ostschweiz ist abgesagt, weil sie die Abstandsregeln nicht garantieren kann, wie die Verantwortlichen sagen. Eine Messe dieser Grösse brauche zudem einen planerischen Vorlauf von mehreren Monaten. Dennoch hoffen sie auf eine Alternative.