Gottesdienst aus dem Sender

Am eidgenössischen Bettag hat der Ostschweizer Radiosender FM1 direkt aus dem Begegnungszentrum Triangel in Zuzwil gesendet.

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Zuzwil. Wie kommt ein Radiosender auf die Idee einen Gottesdienst live zu übertragen? Was möchte er mit dieser Aktion in der heutigen Gesellschaft bewirken? «Kirche gehört zu unserem Leben, zu unserer Kultur. Zudem bietet FM1 Melody mit dem Live-Gottesdienst einen Service für Menschen, die an einem Kirchenbesuch verhindert sind», erklärt Edith Hutter, die die Programmleitung bei FM1 Melody inne hat.

Mit dieser Spezialsendung sowie dem Kirchenmagazin «Gott und d'Wält» möchten sie die Bevölkerung über religiöse Themen informieren und eine Zusammenarbeit mit evangelischen und katholischen Kirchen realisieren.

Ostschweiz abdecken

Diese Gründe motivierten das Produktionsteam den Gottesdienst am Bettag aus Zuzwil live zu übertragen. «Wir achten darauf, dass wir immer wieder eine andere Region in der Ostschweiz berücksichtigen.

Dazu wählen wir gezielt katholische, evangelische oder wie hier in Zuzwil ökumenische Gottesdienste aus», erklärt Edith Hutter. Dank diesem Vorgehen ist es dem Ostschweizer Radiosender FM1 möglich, eine möglichst grosse Vielfalt abzubilden.

Sorgfältige Hintergrundarbeit

Um die Spezialsendung vom Sonntag zu bewerkstelligen, sind eine sorgfältige Planung und Meetings notwendig.

Darauf folgt ein Briefing für die Pfarrpersonen, das ihr bekannt gibt, worauf bei einem Livegottesdienst zu achten ist. Daraufhin wird ein Hinweistrailer (Spot) getextet, produziert und auf dem Sender disponiert. Doch bevor der Gottesdienst übertragen werden kann, hat Musikredaktor Werner Plüss die technischen Abklärungen zu treffen. Am Sendetag ermöglichen zwei Arbeitskräfte den Livegottesdienst. Jemand befindet sich in Buchs im Studio und überwacht die Aufschaltung.

Die andere Person – niemand anderer als Werner Plüss – ist vor Ort und leitet die Übertragung.

Volkstümliche Klänge

Greet Egli, evangelische Pfarrerin von Zuzwil, begrüsste die zahlreichen Besucherinnen und Besucher zum Livegottesdienst im evangelischen Begegnungszentrum Triangel. Sie und ihr Kollege Pfarrer Simon Niederer philosophierten über die Worte «Still» und «Kämmerli». Diese beiden Ausdrücke sind in der heutigen Gesellschaft zu einer Rarität, ja sogar zu Fremdwörtern geworden.

Dabei ist der wahre Glaube – das Gebet – tief im Herzen plaziert. Den Gottesdienst umrahmt haben Alphornbläser Samuel Kunz und Hanspeter Schneider am Piano. Sie sorgten für einen musikalischen Leckerbissen auf hohem Niveau. (fhu.)