Trotz HCT-Pleite gute Ausgangslage

Die NLB-Qualifikation endet für den HC Thurgau mit einer 2:5-Niederlage bei den GCK Lions. In die Hoffnungsrunde um den letzten Playoff-Platz geht man mit einem 11-Punkte-Vorsprung.

Christian Lohr
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eishockey. Der Abschluss des ersten Meisterschaftsteils konnte bei den «Leuen» wahrlich nicht befriedigen. Wie bereits zuletzt in Basel, als man ebenfalls gegen einen Widersacher verlor, gegen den man zuvor dreimal gesiegt hatte, büsste man nun auch gegen die GCK Lions noch seine weisse Weste ein.

0:5 zurückgelegen

Die doch recht peinlich anmutende 2:5-Niederlage vor 202 Zuschauern in Küsnacht beim deutlich abgeschlagenen Schlusslicht zeichnete sich schon bis zur Spielmitte ab. Die ohne ihren Topskorer Fadri Lemm angetretenen Thurgauer, welche an diesem Abend nach vorne wie auch defensiv nicht überzeugten, lagen bereits in der 35. Minute hoffnungslos 0:5 zurück.

Danach konnte es nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Und diese gelang dank Toren von Matthias Schoop (40. Minute) und Sven Trachsler (45.) auch. Nach drei nur knapp ausgefallenen Siegen gegen die Zürcher führte der wenig motivierte Auftritt nun zwangsläufig zum Ausrutscher.

Playoff-Platz kaum gefährdet

Nach 41 Runden erfolgt jetzt in der NLB eine eigentliche Zwischen-Spielphase. Der HCT muss dabei als Tabellenachter an den kommenden sechs Spieltagen mit Basel, Neuenburg und den GCK Lions um den achten Playoff-Platz kämpfen. Dieser scheint für die Mannschaft von Trainer Erwin Kostner kaum gefährdet zu sein, kann man doch die Hoffnungsrunde mit einem Vorsprung von elf Punkten auf den ersten Verfolger Basel in Angriff nehmen. «Unser klares Ziel ist es, die Sache in zwei, allerspätestens drei Partien klar zu machen», erklärt Sportchef Mario Brühwiler. Gleich morgen Dienstag will man das Tor zum Playoff weit aufstossen. In der Bodensee-Arena (20.00 Uhr) wird man die GCK Lions zur Revanche begrüssen.

Lemms Bewährungsprobe

Sicher wieder im Thurgau-Dress läuft nach seinen beiden Einsätzen bei den Kloten Flyers Stürmer Lemm auf. Dem talentierten Angreifer habe man sehr gerne die Gelegenheit zur Bewährungsprobe in der National League A gegeben, betont man bei der HCT-Führung.

Brühwiler spricht auch offen davon, dass man mit Klotens Verantwortlichen über Lemms nähere und weitere Zukunft reden wird. Vor dem Transferschluss am 31. Januar müssen Entscheidungen fallen. «Auch wenn es Fadri derzeit gut läuft, ist er bei uns nicht unersetzbar», tönt es weiter. Deswegen würde man für ihn trotz bevorstehendem Playoff einen Wechsel ins Oberhaus nicht einfach verunmöglichen.

Planung ohne Hogeboom

Nur noch die Unterschrift fehlt für die Vertragsverlängerung um zwei weitere Jahre mit Verteidiger Armin Helfer. Gemäss Brühwiler sei alles klar. Dies gilt auch in Sachen des erfolglosen Greg Hogeboom, mit dem man für die kommende Saison nicht mehr plant. Ersatz hat man gleich doppelten im Visier: «Wir sind an einem Schweizer-Kanadier Doppelbürger auf dem Flügel sowie an einem italienischen Center dran.»