Dorfvereine tragen das Seefest

Das Horner Seefest profitierte von tollen Wetterbedingungen und entsprechend gutem Besuch. Zufriedene Gesichter waren sowohl bei den Besuchern als auch bei den Organisatoren auszumachen.

Fritz Heinze
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Freier Flug bei Harass Nummer 26. Das Harasse-Stapeln ist am Horner Seefest eine beliebte Aktivität. (Bild: Fritz Heinze)

Freier Flug bei Harass Nummer 26. Das Harasse-Stapeln ist am Horner Seefest eine beliebte Aktivität. (Bild: Fritz Heinze)

Horn. Mit den traditionellen Zelten, bewirtschaftet von den Dorfvereinen, konnten die Festbesucher übers Wochenende das Seefest in Horn mit ganzer Intensität geniessen. Gross und klein fanden für jeden Geschmack etwas. Verkauft wurden auch heuer wieder die beliebten Horner Bodenmühlefladen in der üblich guten Qualität.

Jubla erweitert Angebot

Zugelegt hatte die Jubla Horn mit ihrem Seefest-Angebot. In den drei vorangegangenen Jahren hatte die Jugendgruppe nur Zuckerwatte und Softeis verkauft.

Mit dem «Galgenspiel», einem grossen Hit bei den Kindern und Jugendlichen, und den am offenen Feuer gebackenen Schlangenbroten erweiterte die Jugendgruppe ihr Angebot. «Damit wollen wir den Werbeeffekt steigern und die Besucher auf die Jubla Horn aufmerksam machen», sagt Alessandro Hohl, Jubla-Leiter.

Viele Helfer im Hintergrund

Wer das bunte Treiben am Horner Seefest geniesst, sucht Unterhaltung, Erlebnisse und nicht zuletzt auch etwas für das leibliche Wohl.

Doch an die Arbeit im Hintergrund, die zahlreichen Helfer, die 16 Dorfvereine und jene, die sich jedes Jahr unmittelbar nach den Sommerferien oder schon früher mit dem Fest beschäftigen, denkt niemand. Sie werden übersehen. Einer von vielen ist Walter Wagner. Der Präsident des Feuerwehrvereins investiert schon über ein Jahrzehnt einiges von seiner Freizeit in das Fest. Er ist zuständig für die Finanzen und die Bauten. Doch auch nach der stattlichen Anzahl Jahre spürt er keine Amtsmüdigkeit.

Sieht er doch auch den Wandel, den der Anlass in diesen Jahren durchgemacht hat, und den damit verbundenen Erfolg. Strahlend nahm der Finanzchef natürlich auch das warme Sommerwetter zur Kenntnis. «Es ist so richtig durstig, das tut der Kasse gut», meint Walter Wagner.

Ein breites Angebot

Walter Wagner erinnert daran, dass vor zehn Jahren auf dem Festplatz am See noch ein Zelt stand und eine Musik spielte.

«Daraus resultierte, dass viele Leute den Festplatz verliessen, weil ihnen die Festzeltstimmung nicht passte», sagt Wagner. Mit den kleineren Zelten, die von den einzelnen Vereinen bewirtschaftet werden, verfüge das Seefest über ein breiteres Angebot an Unterhaltung. «Wir können auch jenen Besuchern etwas bieten, die keine Musik wollen oder brauchen», sagt der Bauchef. Die Organisatoren scheinen auch mit der heutigen Dimension des Seefests zufrieden zu sein. Der ganze Platz steht für das Fest zur Verfügung.

Man wolle sich auf diese bestehende Fläche beschränken. Erweiterungen würden das heute kompakte Fest auseinanderreissen. Und auch die Strom- und die Wasserversorgung seien momentan bestens geregelt.