Begegnung bei Kultur und Küche

Chile, Korea, Nepal, Serbien, Somalia, Tibet, Thailand, Türkei – am besten würde man mit einer Weltkarte den Begegnungstag besuchen. Menschen aus den verschiedensten Ländern leben in der Ostschweiz, pflegen ihre Kultur und suchen gleichzeitig den Brückenschlag zu ihrer neuen Heimat.

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Chile, Korea, Nepal, Serbien, Somalia, Tibet, Thailand, Türkei – am besten würde man mit einer Weltkarte den Begegnungstag besuchen. Menschen aus den verschiedensten Ländern leben in der Ostschweiz, pflegen ihre Kultur und suchen gleichzeitig den Brückenschlag zu ihrer neuen Heimat. Am Begegnungstag sind sie mit Informationsständen und Feldküchen vertreten, bei denen allein schon die Düfte das Fernweh in die Nase steigen lassen.

Gleichzeitig zeigt der Rundgang bei den Ständen am Bohl und in der Marktgasse auch, was alles versucht wird, um den Zugezogenen zu helfen, im Alltag St. Gallens Fuss zu fassen. Informiert wird über verschiedenste Sprachkurse, Beratungsangebote, Dienstleistungen, Treffpunkte. Besonders gefragt auch die «Stadtrundgänge für fremdsprachige Frauen», die nicht zu den Denkmälern, sondern zu den Dienststellen führen.

Andere, aufrüttelnde Geschichten werden beim Stand des Solidaritätsnetzes und der seit zwei Jahren bestehenden Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht berichtet.

Beeindruckend ist die grosse Zahl von freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich beim Begegnungstag engagieren. Auch beim Bühnenprogramm, das von der Migrierten Bühne organisiert und moderiert wird. Das alles ist so lebendig, dass ihm weder Regen noch WM viel anhaben kann.

Zur Sprache kommt diese dennoch; zum Beispiel, wenn am Stand der Serben das Stichwort Deutschland fällt.

Eigentlich hat der Begegnungstag nur einen Fehler: dass er nur einmal im Jahr stattfindet. (J. O.)