Kultur

Zürcher Kantonsrat will keine Kulturräume in der neuen Kanti Uetikon

In der neuen Kantonsschule Uetikon, die 2028 in Betrieb geht, wird es keine öffentlich zugänglichen Räume für Kultur geben. Der Kantonsrat hat am Montag einen entsprechenden Vorstoss abgelehnt.

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Das neue Gymnasium Uetikon soll keine Kulturräume für die Öffentlichkeit erhalten. So will es der Kantonsrat. Im Bild das Provisorium, das Platz für rund 100 Schülerinnen und Schüler bietet. Es wird bis zum Bezug des neuen Gymnasiums in Betrieb sein.

Das neue Gymnasium Uetikon soll keine Kulturräume für die Öffentlichkeit erhalten. So will es der Kantonsrat. Im Bild das Provisorium, das Platz für rund 100 Schülerinnen und Schüler bietet. Es wird bis zum Bezug des neuen Gymnasiums in Betrieb sein.

KEYSTONE/MELANIE DUCHENE

SP und Grüne wünschten sich, dass bei der neuen Kanti Uetikon öffentlich zugängliche Räume für Ateliers, Ausstellungen und Workshops geschaffen werden. Eine Mehrheit des Parlaments hatte aber Fragezeichen, ob dies wirklich einem Bedürfnis entspricht.

Es gebe in dieser Region bereits ziemlich viele Räume, die für Kulturangebote zur Verfügung stehen würden, sagte etwa Thomas Wirth (GLP, Hombrechtikon). Die FDP betonte zudem, dass die primäre Aufgabe des Kantons es sei, eine Kantonsschule zu bauen, nicht ein zusätzliches Angebot für Kulturschaffende. Der Vorstoss wurde schliesslich mit 108 zu 58 Stimmen abgelehnt.

Ziel ist ein Schulbetrieb

Auch Bildungsdirektorin Silvia Steiner (CVP) äusserte sich kritisch. Ziel des Projektes sei es, einen Schulbetrieb anzubieten. Zudem sei geplant, bereits Mensa, Aula und Turnhalle für die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, sofern sie nicht für den Schulbetrieb genutzt würden. Geplant sei auch, dass der so genannte Düngerbau auf dem Areal für Kultur genutzt werden soll.

Die Kantonsschule, die erste neue des Kantons seit 40 Jahren, nahm ihren Betrieb bereits im Jahr 2018 mit 100 Schülerinnen und Schüler in einem Provisorium auf. Dieser Bau soll bis zum Bezug des Neubaus bis zu 500 Schülerinnen und Schülern Platz bieten. Der Neubau auf dem ehemaligen Chemieareal soll im Jahr 2028 fertig sein.