Gesundheitsversorgung

Zürcher Bevölkerung fühlt sich medizinisch gut versorgt

Die Zürcher Bevölkerung ist überzeugt: Ist medizinische Hilfe nötig, so ist sie auch da. In der jährlichen Umfrage der Gesundheitsdirektion schnitt Sicherheitsgefühl bezüglich der Gesundheitsversorgung so gut ab wie nie zuvor.

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Spital Operation

Spital Operation

Keystone

Wie die Gesundheitsdirektion am Mittwoch mitteilte, gaben 91 Prozent der Befragten an, sie fühlten sich durch die Gesundheitsversorgung im Kanton Zürich gut abgesichert. Auf einer Skala von 1 bis 10 bewerteten die Befragten ihr Sicherheitsgefühl mit durchschnittlich 8,85 Punkten.

Sie sind davon überzeugt, dass sie im Krankheitsfall von einem guten Arzt oder in einem guten Spital behandelt werden könnten und Zugang zu allen Medikamenten haben, die sie brauchen. Das Wissen der Ärztinnen und Ärzte sei auf dem aktuellen Stand und die Pflege im Spital sorgfältig und kompetent. Auch die Beratung in der Apotheke sei nützlich.

Qualität des Spitals wichtiger als Ort

Mit 8,29 so gut bewertetet wie noch nie wurde die Zugänglichkeit zu medizinischen Diensten. Allen voran wurden hier die Apotheken genannt, gefolgt von Rettungsdienst, Notfallaufnahme, Hausärzten, Spitex und Spezialisten.

Die Behandlung im Spital erreichte einen Wert von 8,61. Dabei schnitt die pflegerische Betreuung noch etwas besser ab als die medizinische. Insgesamt stuften die Befragten die generelle Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung mit einem Wert von 7,87 ein. 65 Prozent waren zufrieden bis sehr zufrieden, nur ein Prozent nicht zufrieden.

Zum zweiten Mal nach 2008 wurde gefragt, welches die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Spital seien. Für 96 Prozent ist die Qualität des Spitals ausschlaggebend, gefolgt von Empfehlungen durch Ärzte und Freunde mit 88 Prozent. Für drei von fünf Befragten ist der Standort wichtig. Bei der Befragung vor zwei Jahren lag der Ort des Spitals noch vor der Empfehlung durch Ärzte und Freunde.

So viele Befragte wie noch nie waren überzeugt davon, sich eine ausreichende medizinische Versorgung auch in Zukunft leisten zu können. Auch das Sicherheitsgefühl, dass der Aufenthalt im Alters- oder Pflegeheim bezahlbar bleibt, hat zugenommen. Dabei gebe es jedoch noch Verbesserungspotenzial, heisst es in der Mitteilung.

Für die Umfrage, die seit 2003 jährlich durchgeführt wird, wurden im November 2010 insgesamt 1602, im Kanton Zürich wohnhafte, Personen interviewt. 197 von ihnen wurden in den zwölf Monaten vor der Befragung mindestens einen Tag stationär im Spital behandelt.