Zürich
Kantonale Abstimmung – breite Allianz macht sich für Stimmrechtsalter 16 stark

Das überparteiliche Komitee für ein Ja zum Stimm- und Wahlrecht ab 16 hat am Dienstag seine Kampagne lanciert. Es brauche ein «Demokratie-Update» zur Stärkung der politischen Teilhabe, lautet eine der Begründungen für den Vorstoss.

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Die Abstimmung über das Stimmrechtsalter 16 findet am 15. Mai statt.

Die Abstimmung über das Stimmrechtsalter 16 findet am 15. Mai statt.

Christian Schwier / Fotolia

Der Kanton Zürich soll Vorreiter sein. Wie beim Frauenstimmrecht oder der Herabsetzung des Stimmrechts auf 18 Jahre soll der Kanton Zürich auch beim Stimmrechtsalter 16 mit gutem Beispiel vorangehen, wird Kantonsrätin Sonja Gehrig (GLP, Urdorf) in einer Mitteilung zitiert. Sie hatte den Vorstoss für die Jungparteien im Kantonsrat eingereicht und fordert nun: «Wagen wir also mehr Demokratie!»

Um zu unterstreichen, dass frühere aktive Mitbestimmung eine Herzensangelegenheit vieler Jugendlicher sei, führten 16- bis 18-Jährige durch die Medienkonferenz in Zürich.

Junge tragen schon Verantwortung

Junge Menschen übernehmen in vielen Lebensbereichen Verantwortung. Und schon mit den Lehrlingslöhnen zahlen Jugendliche in die AHV-Kasse ein und mit 17 erhalten sie die erste Steuerrechnung. Da sei es nichts als fair, wenn sie an Abstimmungen schon mitbestimmen dürften, wird Jascha Harke (Juso) zitiert.

Vielen Jugendlichen sei es ein Anliegen, auch politisch Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen. Sie seien von den politischen Weichenstellungen von heute am längsten betroffen, sagte Julian Croci (Junge Grüne).

Die Abstimmung über das Stimmrechtsalter 16 findet am 15. Mai statt. Die Senkung des Stimmrechtsalters geht auf eine Parlamentarische Initiative der GLP zurück, die im Kantonsrat von SP, Grünen, Die Mitte, EVP und AL mitgetragen wurde. FDP und SVP sprachen sich gegen das Anliegen aus.

Hinter dem Ja-Komitee stehen Vertreter von GLP, SP, Grüne, Die Mitte, EVP und AL und ihrer Jungparteien sowie das Jugendparlament. (sda)