Stadtrat überlegt sich Tempo 30 für die Rosengartenstrasse

Sie ist der Dauerbrenner der Zürcher Stadtplanung: Die Rosengartenachse. Nach dem Scheitern des Rosengartentunnels an der Urne prüft die Stadt Zürich nun andere Regelungen.

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Täglich fahren 56'000 Autos und Lastwagen durch die Rosengartenstrasse im Zürcher Quartier Wipkingen.

Täglich fahren 56'000 Autos und Lastwagen durch die Rosengartenstrasse im Zürcher Quartier Wipkingen.

Keystone

Der Zürcher Stadtrat hat entschieden, auf der Rosengartenachse verkehrstechnische Massnahmen wie zusätzliche Fussgängerquerungen, Verlängerungen von Busspuren und Tempo 30 zu prüfen. Die Massnahmen sollen helfen, die negativen Auswirkungen der Verkehrsachse zu reduzieren.

Die Überprüfung der Massnahmen sei ein Zwischenschritt, bis der neue Planungsprozess zur Rosengartenachse abgeschlossen sei, schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Motion von SP, Grüne, GLP, AL und EVP von Ende Februar. Darin fordern die Parteien Massnahmen, um die Achse Bucheggstrasse/Rosengartenstrasse/Hardbrücke zu entlasten.

Dieser Prozess sei komplex und werde darum viel Zeit beanspruchen, so der Stadtrat. Wegen der «kantonalen Klassierung» der Rosengartenachse werde der Kanton ausserdem massgeblich daran beteiligt sein. Zwischenzeitlich würden das Tiefbauamt, die Dienstabteilung Verkehr und die Verkehrsbetriebe Zürich darum Entlastungsmassnahmen prüfen.

Die Rosengartenstrasse wurde 1972 als Provisorium der Autobahn-Westtangente in Betrieb genommen. Das Provisorium ist aber längst zur Dauerlösung geworden, mit über 50'000 Fahrzeugen pro Tag. Im Februar verwarf das Stimmvolk das über eine Milliarde Franken schwere Projekt Rosengartentunnel und Rosengartentram an der Urne.