Zürich

Pyro explodiert in der Hand eines Demonstranten

Am Samstagabend kam es im Kreis 4 zu unbewilligten Demonstrationen. Ein Teilnehmer verletzte sich selbst, als eine Pyro-Fackel in seiner Hand explodierte.

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Neben dem Demonstranten wurde auch eine Polizistin bei der Demonstration verletzt. (Symbolbild)

Neben dem Demonstranten wurde auch eine Polizistin bei der Demonstration verletzt. (Symbolbild)

Stadtpolizei Zürich

In den letzten Tagen wurde im Internet zu einer unbewilligten Demonstration «Refugees
Welcome» aufgerufen.

Kurz nach 19.30 Uhr formierten sich beim Helvetiaplatz 200 bis 300 Personen zu einem Umzug in Richtung Langstrasse. Die Stadtpolizei war deswegen mit einem grösseren Aufgebot im Kreis 4 präsent und verhinderte, dass die Demonstration in Richtung Innenstadt und Europaallee zog.

Der Marsch bewegte sich via Lang-/Militär-/Kasernen-/Werd-/Badener- und Ankerstrasse bis zurück zum Helvetiaplatz.

In der Folge kam es noch zu einem zweiten Marsch, der via Lang- und Militärstrasse erneut zurück zum Helvetiaplatz ging, wie es in einer Mitteilung der Stadtpolizei Zürich heisst. Beim Helvetiaplatz habe sich die Versammlung nach 21.15 Uhr aufgelöst.

Tram und Autos beschädigt

Beim ersten Marsch wurden unterwegs diverse Feuerwerkskörper gezündet, ein Reklameschaufenster beschädigt und diverse Fassaden sowie ein VBZ-Bus besprayt. Auch mehrere Autos und ein Tram wurden beschädigt.

Eine Polizistin der Kantonspolizei wurde durch einen geworfenen Gegenstand leicht an der Hand verletzt.

Ein 19-jähriger Schweizer zündete während der Demonstration einen pyrotechnischen Gegenstand. Dieser explodierte noch während dem er diesen in der Hand hielt. Der Mann zog sich dabei schwere Verletzungen an der Hand zu und musste ins Spital gebracht werden.

Die Stadtpolizei Zürich weist darauf hin, dass pyrotechnische Gegenstände unter das Sprengstoffgesetz fallen und in der Schweiz verboten sind. «Das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen ist äusserst gefährlich und die eigene Sicherheit sowie diejenige von Personen in unmittelbarer Nähe wird gefährdet», schreibt die Polizei. (nch)