Universität Zürich

Gesundheitsdirektor mit Kreditantrag: Kantonsrat muss sich erneut mit Forschungsprojekt befassen

Statt aus dem Lotteriefonds soll das Geld aus der Staatskasse kommen: Der Kanton Zürich soll das Forschungsprojekt "HoPP Zürich" während zehn Jahren mit jährlich zwei Millionen Franken unterstützen. Der Regierungsrat beantragt dies dem Kantonsrat.

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Der Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) nimmt einen erneuten Anlauf, den Kanton zur finanziellen Unterstützung des Forschungsprojekts "HoPP Zürich" zu bewegen.

Der Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) nimmt einen erneuten Anlauf, den Kanton zur finanziellen Unterstützung des Forschungsprojekts "HoPP Zürich" zu bewegen.

Keystone

Der Kantonsrat hatte sich bereits im Juni mit dem gross angelegten Forschungsprojekt der Universität Zürich beschäftigt. Beim Projekt "HoPP Zürich" (Health of Population Projekt Zurich) geht es um eine lang angelegte Beobachtung der Gesundheit der Zürcher Bevölkerung.

Das Parlament lehnte es aber ab, für die Gesundheitsplattform 20 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds zu bewilligen - "HoPP Zürich" sei nicht "lotteriefonds-tauglich" war die Meinung.

Nun versucht es der Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) noch einmal und zwar diesmal mit einem Kreditantrag: Der Kanton soll in den Jahren 2018 bis 2027 jeweils zwei Millionen Franken - insgesamt 20 Millionen Franken über zehn Jahre - leisten, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte.

Rund 31 Millionen Franken

Die Universität Zürich geht für das Forschungsprojekt von Kosten von rund 31 Millionen Franken im Lauf von zehn Jahren aus. Daran leistet das Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention (EBPI) rund sechs Millionen Franken aus dem ordentlichen Budget der Universität, rund fünf Millionen sind von Dritten beizusteuern.

Das Langzeitprojekt sieht vor, die gesundheitliche Entwicklung von rund 20'000 Zürcherinnen und Zürchern, die sich zu einer Teilnahme bereit erklären, während zehn Jahren wissenschaftlich zu begleiten. Bis heute gibt es gemäss Mitteilung in der Schweiz keine solche umfassende Langzeitstudie - weder auf Bundes- noch auf kantonaler Ebene.