Fussballstadion
Der Investor des Hardturmstadions muss ein Öko-Freund sein

Die Stadt Zürich gibt am Freitag die Richtlinien für den Investorenwettbewerb auf dem Hardturm-Areal bekannt. Gesucht wird ein Bieterteam, das ein Fussballstadion, gemeinnützige Wohnungen und ein Investorenprojekt auf eigene Rechnung und Risiko baut.

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Grasshoppers-Fans fordern mit Transparenten ein neues Hardturm-Stadion, waehrend dem UEFA Europa League Qualifikationsspiel zwischen dem Grasshoppers Club Zuerich und dem FC Bruegge am Donnerstag, 21. August 2014,

Grasshoppers-Fans fordern mit Transparenten ein neues Hardturm-Stadion, waehrend dem UEFA Europa League Qualifikationsspiel zwischen dem Grasshoppers Club Zuerich und dem FC Bruegge am Donnerstag, 21. August 2014,

Keystone

Die Stadtzürcher Stimmberechtigten hatten ein 216-Millionen-Franken-Stadion auf Kosten der Stadt abgelehnt, die daneben geplante kommunale Wohnsiedlung jedoch gutgeheissen. Daraufhin hatte der Stadtrat entschieden, das gesamte Areal für einen Investorenwettbewerb auszuschreiben. Quartierverträglichkeit und ökologische Nachhaltigkeit werden darin stark betont werden.

In Zusammenarbeit mit der Firma Helbling Beratung + Bauplanung AG hat die Stadt Zürich in den vergangenen Monaten nun ein Programm mit den Richtlinien für diesen Wettbewerb erarbeitet, wie sie am Donnerstag mitteilte. Auch die beiden Fussballclubs FC Zürich (FCZ) und Grasshopper Club Zürich (GCZ) wurden miteinbezogen.

Die Stadt selber plane kein neues Fussballstadion. Sie sei aber bereit, privaten Investorinnen und Investoren die Möglichkeit zu ebnen, mehrheitsfähige Projekte zu entwickeln, wird Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) in der Mitteilung zitiert.

Der Stadtrat hatte bereits im vergangenen Herbst nach Gesprächen mit Investoren und Druck aus dem Stadtparlament angekündigt, die Bedingungen für den Investorenwettbewerb zu lockern.

Hochhäuser sollen Rendite bringen

Der gesuchte Investor erhält von der Stadt für das Areal auf dem Hardturm mit einer Gesamtfläche von fast 55'000 Quadratmetern ein langjähriges Baurecht. Neben einem Businessplan muss er Projektideen für drei Teilprojekte vorlegen: ein Fussballstadion für 18'000 Zuschauerinnen und Zuschauer, die von den Stimmberechtigten angenommene gemeinnützige Wohnsiedlung oder einen angemessenen Ersatz, sowie ein Investorenprojekt.

Letzteres macht das Investieren für einen Bieter interessant, denn hier können ein oder mehrere Hochhäuser gebaut werden. Damit kann die notwendige Rendite für das gesamte Areal erwirtschaftet werden, wie es in der Mitteilung heisst.

Mit dem Investorenwettbewerb verfolgt die Stadt Zürich mehrere Ziele: Den beiden Fussballclubs soll ein Stadion mit geeigneten Rahmenbedingungen geboten werden. Das Bauvorhaben muss städtebaulich zukunftsweisend und quartierverträglich sein. Gleichzeitig soll es ökologisch nachhaltige sein, was Betrieb und Unterhalt betrifft. Ausserdem soll das Gesamtprojekt wirtschaftlich sein. Die Stadt beteiligt sich weder an den Investitionen noch am Betrieb.

Das Programm für den Investorenwettbewerb wird am (morgigen) Freitag unter www.simap.ch ausgeschrieben.

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