Dietikon

Unterstützung von Freiwilligenarbeit: Noch kein zusätzliches Geld für Nachbarschaftshilfe

Freiwilligenarbeit ist wichtig bei der Betreuung von älteren Personen. Nach den bevorstehenden Wahlen soll der neue Stadtrat beschliessen, was sie ihm wert ist.

David Egger
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Die engagierten Frauen des 1907 gegründeten Frauenvereins leisten den Senioren beispielsweise Gesellschaft, begleiten sie bei Spaziergängen und reichen auch sonst die Hand, wo Hilfe nötig ist. (Symbolbild)

Die engagierten Frauen des 1907 gegründeten Frauenvereins leisten den Senioren beispielsweise Gesellschaft, begleiten sie bei Spaziergängen und reichen auch sonst die Hand, wo Hilfe nötig ist. (Symbolbild)

Pixabay

Der CVP-Gemeinderat Beat Kunz hatte letztes Jahr gefordert, dass die Helferinnen der Nachbarschaftshilfe des Dietiker Frauenvereins mit jährlich 10'000 Franken unterstützt werden. Nun verweist der Stadtrat in seiner Interpellationsantwort darauf, dass es dem Dietiker Finanzvorstand (Rolf Schaeren, CVP) bereits heute im Rahmen seiner Finanzkompetenzen möglich ist, Freiwilligenorganisationen finanziell zu unterstützen. Und: «Sinnvollerweise sollen Beiträge nicht an einzelne Freiwillige ausgerichtet werden, da eine Entlöhnung nicht dem Grundgedanken der Freiwilligenarbeit entspricht.»

Stattdessen sollen Beiträge in die Strukturen der Freiwilligenorganisationen fliessen, um etwa die Einsatzleitungen und so den professionellen Rahmen der Freiwilligenarbeit zu stärken. «Der Stadtrat wird in der Legislaturplanung 2018/2022 über die finanzielle Unterstützung der entsprechenden Angebote befinden und die nötigen Mittel in den jeweiligen Budgets einstellen», heisst es in der Antwort. Wer wie viel Geld erhalten soll, wird also der neu zusammengesetzte Stadtrat entscheiden, der am 4. März gewählt wird. Die Amtsperiode beginnt im Sommer.

Kunz forderte das Geld insbesondere, um dem Umstand entgegenzuwirken, dass es künftig noch schwieriger wird, freiwillige Helferinnen zu finden. Die engagierten Frauen des 1907 gegründeten Frauenvereins leisten den Senioren beispielsweise Gesellschaft, begleiten sie bei Spaziergängen und reichen auch sonst die Hand, wo Hilfe nötig ist.

Stadt verweist auf Altersstrategie

Weiter hatte Kunz in seiner Interpellation gefragt, ob sich der Stadtrat vorstellen könne, die Nachbarschaftshilfe als festen Bestandteil in die Altersstrategie zu integrieren. Der Stadtrat hat nun geantwortet, dass die Förderung und Unterstützung der Freiwilligenarbeit bereits heute Bestandteil der Altersstrategie sind. So sind beispielsweise auf Seite 4 der Altersstrategie sechs Massnahmen zur Förderung von Freiwilligenarbeit aufgelistet.

In der Strategie heisst es zudem, dass organisierte Nachbarschaftshilfe in Zukunft eine immer grössere Rolle spielen wird. Und: «Der Stadtrat ist sich bewusst, dass die Organisationen, die Freiwilligenarbeit leisten, auch künftig eine wichtige Rolle in der Altersarbeit spielen und er ist auch bereits, diese wo nötig zu unterstützen.» Neben den Leistungen des Frauenvereins erwähnt der Stadtrat explizit auch jene des Rotkreuzfahrdienstes, des Seniorenrats, des Krankenmobilienmagazines, der Freiwilligen im Alters- und Gesundheitszentrum und der Pro Senectute. «Der Stadtrat schätzt dieses Engagement ausserordentlich», schreibt er.