Dietikon

Startschuss für den Bau des provisorischen Pavillons: Bald können die Limmatfeld-Kinder im Quartier zur Schule gehen

In weniger als einem Jahr steht das sechste Dietiker Schulhaus mit neun Klassenzimmern und Turnhalle bereit. Beim Spatenstich am Donnerstagabend läuteten die Stadträte Reto Siegrist (CVP) und Anton Kiwic (SP) die Bauzeit für das 15 Millionen Franken teure Provisorium ein.

Sibylle Egloff
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Hochbauvorstand Anton Kiwic, künftige Schulleiterin Helen Pianezzi und Schulvorstand Reto Siegrist beim Spatenstich für den Pavillon Stierenmatt im Dietiker Limmatfeld.

Hochbauvorstand Anton Kiwic, künftige Schulleiterin Helen Pianezzi und Schulvorstand Reto Siegrist beim Spatenstich für den Pavillon Stierenmatt im Dietiker Limmatfeld.

Severin Bigler

Der Kiesboden gibt nicht nach, als Schulvorstand Reto Siegrist (CVP) und Hochbauvorstand Anton Kiwic (SP) die Schaufeln in den Grund drücken. «Macht nichts, es gibt ja keinen Keller», tönt es aus dem Publikum. Der Spatenstich am Donnerstagabend auf dem Hunziker-Areal bei der Karl-Heid-Strasse im Dietiker Limmatfeld war trotz trübem Wetter ein heiterer Anlass. Nachbarn, Politiker und Bauverantwortliche wohnten dem Ereignis bei, das für die Schulraumplanung in Dietikon grosse Bedeutung hat.

Am 7. Oktober wird die Baustelle bereits eingezäunt Roger Mahler, Projektleiter der Hochbauabteilung der Stadt Dietikon, begrüsste die anwesenden Politiker, Anwohnenden und Bauverantwortlichen zum Spatenstich auf dem Hunziker-Areal an der Karl-Heid-Strasse im Limmatfeld. 

Am 7. Oktober wird die Baustelle bereits eingezäunt Roger Mahler, Projektleiter der Hochbauabteilung der Stadt Dietikon, begrüsste die anwesenden Politiker, Anwohnenden und Bauverantwortlichen zum Spatenstich auf dem Hunziker-Areal an der Karl-Heid-Strasse im Limmatfeld. 

Severin Bigler

Für die im neu entstandenen Quartier Limmatfeld 174 wohnhaften Primarschulkinder und Oberstufenschüler gibt es derzeit keine nahen Schulräume. Sie besuchen die Schulhäuser der Stadt, die sich auf der anderen Seite der Bahngleise befinden und seit einiger Zeit an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. Nächsten Sommer soll sich das aber definitiv ändern. Auf dem 3175 Quadratmeter grossen Gelände, das die Stadt im Baurecht für höchstens zehn Jahre nutzen darf, entsteht bis zum Schuljahresstart am 23. August 2021 eine temporäre Schulanlage. Die Dietiker Stimmberechtigten hiessen den 15 Millionen Franken teuren Neubau in diesem Sommer an der Urne gut.

Im Pavillon entsteht die erste Tagesschule Dietikons

Die Stadt setzt auf Holzmodulbauten, die auf Lastwagen angeliefert und innerhalb weniger Tage aufgebaut werden können. Zwei dreigeschossige Schulzimmertrakte werden erstellt. In diesen gibt es Platz für neun Klassenzimmer, in denen 225 Primarschüler unterrichtet werden können. Zudem wird ein Turnhallentrakt aufgestellt. In diesem wird auch ein Ess- und Mehrzweckraum mit einer einfachen Küche für Tagesstrukturen integriert.

Geleitet wird die provisorische Schule von Helen Pianezzi, die seit Jahren als Leiterin der Schule Wolfsmatt wirkt. «Es ist eine super Kombination, dass wir eine erfahrene Person wie Helen Pianezzi für ein neues Konzept gewinnen konnten», sagte Schulvorstand Siegrist. Im Pavillon Stierenmatt wird nämlich die erste Tagesschule der Stadt eingerichtet.

Schulvorstand präsentiert künftige Schulleiterin Reto Siegrist (CVP) verriet am Spatenstich, dass Helen Pianezzi die neue Schuleinheit im Limmatfeld leiten wird. Sie ist derzeit als Schulleiterin der Schule Wolfsmatt tätig. «Es ist eine super Kombination, dass wir eine erfahrene Person wie Helen Pianezzi für ein neues Konzept gewinnen konnten», sagte Schulvorstand Reto Siegrist.

Schulvorstand präsentiert künftige Schulleiterin Reto Siegrist (CVP) verriet am Spatenstich, dass Helen Pianezzi die neue Schuleinheit im Limmatfeld leiten wird. Sie ist derzeit als Schulleiterin der Schule Wolfsmatt tätig. «Es ist eine super Kombination, dass wir eine erfahrene Person wie Helen Pianezzi für ein neues Konzept gewinnen konnten», sagte Schulvorstand Reto Siegrist.

Severin Bigler

Auch Hochbauvorstand Kiwic zeigte sich zufrieden: «Der temporäre Bau steht symbolisch für die sechste Schuleinheit und ist ein Zeichen des Wandels in Dietikon.» Das definitive Schulhaus soll nur 200 Meter entfernt auf dem stadteigenen Areal Stierenmatt realisiert werden. Aufgrund ausstehender kantonaler Planungen wird das jedoch frühestens 2028 der Fall sein. Deshalb entschied sich der Stadtrat für diese temporäre Lösung. Die in acht Jahren frei werdenden Pavillons können dann als temporäre Schulen andernorts bei Sanierungen verwendet werden.

Ein bedeutender Akt Hochbauvorstand Anton Kiwic (SP) zeigte sich am Spatenstich zufrieden: «Der temporäre Bau steht symbolisch für die sechste Schuleinheit und ist ein Zeichen des Wandels in Dietikon.»

Ein bedeutender Akt Hochbauvorstand Anton Kiwic (SP) zeigte sich am Spatenstich zufrieden: «Der temporäre Bau steht symbolisch für die sechste Schuleinheit und ist ein Zeichen des Wandels in Dietikon.»

Severin Bigler

«Wir sind sehr erfreut, dass der Stadtrat die Bedürfnisse der Limmatfeld-Bewohner ernst nimmt und zur Tat schreitet», sagte der anwesende Quartiervereinspräsident Peter Metzinger. Auch für Anwohnerin Mimoza Cakolli war der Spatenstich mit grosser Freude verbunden: «Meine Kinder besuchen beide das Schulhaus Zentral. Zum Mittagessen bleibt uns manchmal nur eine halbe Stunde Zeit, weil der Schulweg so lange ist.» Es sei perfekt, dass ihre Kinder bald gleich um die Ecke zur Schule gehen könnten.