Limmattal

Spurausbau auf der A1 soll dem Limmattal Entlastung bringen

Die Eröffnung der Westumfahrung Zürich und der A4 brachte zehn Prozent mehr Fahrzeuge, Stau und Schleichverkehr durch Dietikon, Schlieren und Urdorf. Das müsse aufhören, fordern GLP, SVP und SP.

Jürg Krebs
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Bis die 3. Röhre am Gubrist realisiert ist, werden noch Jahre vergehen. (Archiv/jk)

Bis die 3. Röhre am Gubrist realisiert ist, werden noch Jahre vergehen. (Archiv/jk)

Bis die 3. Röhre am Gubrist realisiert ist, werden noch Jahre vergehen. Doch die Inbetriebnahme der Westumfahrung Zürich und der A4 im Knonaueramt haben die Situation beim Limmattaler Kreuz und vor dem Gubristtunnel verschlechtert. 110000 Fahrzeuge zwängen sich heute werktags durch den Tunnel. Das ist eine Zunahme von über zehn Prozent gegenüber damals.
Um dem täglichen Stau entgehen zu können, weichen viele Automobilisten auf die Kantonsstrassen aus und fahren damit durch Dietikon, Schlieren und Urdorf. Das dürfe nicht sein, so die Kantonsräte René Gutknecht (Grünliberale, Urdorf), Pierre Dalcher (SVP, Schlieren) und Rolf Steiner (SP, Dietikon). In einer gemeinsam eingereichten Anfrage an den Regierungsrat fordern sie Sofortmassnahmen zur Entlastung der Region.
Ob der Regierungsrat bereit sei, sich beim zuständigen Bundesamt für Strassen, Astra, für zwei Massnahmen einzusetzen, fragen die drei Limmattaler deshalb.
Verlängerung Ausfahrt Nord
Als erste Sofortmassnahme schlagen sie eine Verlängerung der Ausfahrt Urdorf Nord in Richtung Limmattaler Kreuz vor. Damit könne der Schleichverkehr durch die Gemeinden Urdorf und Schlieren massiv reduziert werden.
Als zweite Sofortmassnahme fordern die Kantonsräte, den Pannenstreifen als vierte Spur zu nutzen, und zwar von der Einfahrt Urdorf Nord her. Damit würde die linke Spur nach Bern/Basel führen, die beiden mittleren auf den Tunnel zu und die rechte nach Zürich City abzweigen. Von der Massnahme versprechen sich Gutknecht, Dalcher und Steiner eine Verkürzung der Staulänge und damit eine Entlastung der Einfahrt Urdorf Nord, wodurch der Verkehr Richtung Gubrist und Zürich City verflüssigt werde.
Insgesamt würden Dietikon, Schlieren und Urdorf nicht nur vom Schleichverkehr entlastet, sondern die Bewohner auch von Emissionen. Diese Massnahmen seien zeitlich bis zum Ausbau des Gubristtunnels zu beschränken.