Dietikon

So brachten Schüler Farbe auf die blaue Baustellenwand der Limmattalbahn

Im Rahmen eines Kunstprojekts konnten rund 50 Schüler des Dietiker Wolfsmatt-Schulhauses Streetart betreiben.

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Limmattaler Zeitung

Das Schulhaus Wolfsmatt in Dietikon führte letztes Semester ein Streetart-Projekt durch: Rund 50 Schüler vom Kindergarten bis zur 6. Klasse bemalten die blaue, 50 Meter lange Baustellenwand an der Schöneggstrasse. Diese verdeckt das provisorische Baulager der Limmattalbahn, die seit August 2017 gebaut wird. So war es auch die Limmattalbahn AG, die den Schülern Farbe, Pinsel und Schutzanzüge finanzierte. Ausgangspunkt des Projekts waren Anregungen von Anwohnern, die sich statt einer monotonen Wand eine farbenfrohe Aussicht wünschten.

Für die Lehrpersonen sei es wichtig gewesen, nicht bloss eine leere blaue Wand zu bemalen, sondern den Schülern auch im Unterricht die Streetart zu vermitteln, sagt Sebastian Geiger, Lehrer am Wolfsmatt und Mitverantwortlicher des Projekts. So seien bekannte Künstler wie Banksy und deren Werke behandelt worden.

Das Streetart-Projekt in der Schöneggstrasse:

6 Bilder

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In Übungsworkshops wurde zudem mit den Schülern geprobt. «Wir Lehrer haben ihnen verschiedene Techniken gezeigt und viel mit ihnen ausprobiert», sagt Geiger. Herausgekommen sind nun farbenfrohe Gemeinschaftsbilder in gelb, rot, violett und weiss. Abgesehen von diesen farblichen Bedingungen waren die Schüler frei in ihren Ideen und Darstellungen. Geiger ist begeistert vom ­Resultat: «Man sieht ganz unterschiedliche Muster und Stile nebeneinander: von eher kindlichen Darstellungen bis hin zu zeichnerisch sehr anspruchsvollen.» Oft hätten Schüler auch ein bereits bestehendes Gemälde ergänzt und mit ihren eigenen Figuren verbunden. «So sind spontan Menschengruppen oder Paare entstanden», sagt Geiger.

Die Baustellenwand wird noch rund zwei Jahre, bis zur Fertigstellung der Limmattalbahn, an der Schöneggstrasse stehen. In der Zwischenzeit ähnliche Kunstprojekte durchzuführen, kann sich Geiger gut vorstellen. «Die Schüler schätzen es sehr, auch ausserhalb des Schulareals aktiv sein zu können.» Sie würden so in die Rolle von Künstlern schlüpfen, die für ein Kunstwerk beauftragt werden.