Dietikon

Rund 3'000 Stichproben notwendig: Alters- und Gesundheitszentrum Dietikon berechnet Arbeitszeiten neu

Das Alters- und Gesundheitszentrum Dietikon berechnet seine Arbeitszeiten und Leistungen neu. Dafür hat der Stadtrat einen Kredit von rund 20'000 Franken bewilligt.

Sibylle Egloff
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Vor fünf Jahren hat das Dietiker Alters- und Pflegeheim letztmals eine Erhebung der Arbeitszeiten und Leistungen durchgeführt: Nun wird eine neue Analyse benötigt. (Symbolbild)

Vor fünf Jahren hat das Dietiker Alters- und Pflegeheim letztmals eine Erhebung der Arbeitszeiten und Leistungen durchgeführt: Nun wird eine neue Analyse benötigt. (Symbolbild)

Sandra Ardizzone

2013 führte das Dietiker Alters- und Gesundheitszentrum (AGZ) letztmals eine Erhebung der Arbeitszeiten und Leistungen durch. Da sich die Personalstruktur und die Pflegebedürftigkeit der Bewohner stets verändern, wird eine erneute Analyse nötig. «Die obligatorische Krankenpflegeversicherung zahlt einen Beitrag an die Pflegekosten. Sie und die kantonale Gesundheitsdirektion verlangen von uns Alters- und Pflegeheimen eine aktuelle Kostenrechnung, auf der sie die Ausgaben für die Pflege, die Betreuung und die Hotellerie ablesen können», erklärt Christoph Schwemmer, Gesamtleiter des AGZ. Es sei wichtig, dass man diese Erhebung periodisch wiederhole. Denn die Resultate kämen auch dem AGZ zugute. «So sehen wir, wo welche Leistungen anfallen und ob wir unsere Mitarbeiter richtig einsetzen. Wenn zum Beispiel eine diplomierte Pflegefachperson in der Küche steht oder das Geschirr abräumt, wissen wir, dass etwas schiefläuft», sagt Schwemmer.

Beobachtungen protokollieren

Um die gewünschten Resultate zu erhalten, setzt das AGZ auf eine Arbeitszeitanalyse mittels Multimomentaufnahme. Darunter versteht man eine statistische Zählstichprobenanalyse. «Eine Person wird während sieben einzelnen Tagen auf 60 zufälligen Rundgängen in verschiedenen Abteilungen des Altersheims rund 3'000 Stichproben vornehmen, indem sie Mitarbeiter befragt und Beobachtungen protokolliert.» Am Schluss lasse sich so mit hoher Präzision eine Aussage über die Arbeitsgestaltung der Mitarbeiter machen.

50 Jahre Alters- und Gesundheitszentrum Ruggacker
12 Bilder
Sauberkeit wurde in der Wäscherei gross geschrieben
Ein Blick in die Küche
Eine Pflegeabteilung wurde auch eingerichtet
Eine Grünanlage gehörte zum Heim dazu
5,5 Millionen Franken hatte der Bau des Ruggackers gekostet
Eine Nasszelle im Ruggacker
Eine Cafeteria gehörte schon damals zum Angebot
Die Zimmer wurden mit eigenen Möbeln eingerichtet
Der Ruggacker liegt an der Bremgartnerstrasse 39
Der Eingangsbereich bei Nacht
Auf jedem Stockwerk gab es Sitzgruppen

50 Jahre Alters- und Gesundheitszentrum Ruggacker

Zur Verfügung gestellt

Schwemmer hat sich bewusst für diese Methode entschieden. «Die Leistungen können auch mit einem Zeiterfassungsgerät festgehalten werden. Das müsste aber täglich von allen Mitarbeitern gemacht werden. Das hätte wiederkehrende Kosten zur Folge und würde einen grossen Aufwand für das Personal bedeuten», ist er sich sicher.Durchgeführt wird die Multimomentaufnahme von der Firma Brunner Führungsschule aus Eggenwil. Und dies zum zweiten Mal. Das Unternehmen war bereits vor fünf Jahren für die Arbeitszeitanalyse verantwortlich. Im September sollen die Zählstichproben vonstattengehen. Für die einmalige Erhebung hat der Stadtrat nun einen Kredit von rund 19'900 Franken bewilligt.