Dietikon

Mit gelben Westen und roten Handschuhen: Künftig sollen auch Dietiker am nationalen Clean-Up-Day teilnehmen

Neu nimmt Dietikon jeweils auch an der nationalen Aufräum-Aktion teil. Mit diesem Entschluss kam der Dietiker Stadtrat der Forderung von Manuela Ehmann (EVP) nach.

Lydia Lippuner
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Keine Berührungsängste: Die Schülerinnen und Schüler sammelten im Herbst den Müll von den Unterengstringer Strassen.

Keine Berührungsängste: Die Schülerinnen und Schüler sammelten im Herbst den Müll von den Unterengstringer Strassen.

LYP

Gelbe Westen und rote Plastikhandschuhe: Mit diesen Kleidungsstücken ausgerüstet zogen unzählige Schweizer Schüler diesen Herbst durch die Strassen ihrer Gemeinde und stopften den Abfall in die Plastiksäcke in ihren Händen. Anlass für die Aktion war der nationale Clean-Up-Day. Dieser findet jeweils in dutzenden Gemeinden in der Schweiz statt.

Kommendes Jahr wird die Putzaktion nun auch in Dietikon durchgeführt. Das schreibt der Stadtrat in seinem Bericht zu einem entsprechenden Postulat von Gemeinderätin Manuela Ehmann (EVP), das vom Parlament am 4. Oktober überwiesen wurde. «Gegen eine künftige Durchführung und Organisation des Clean-Up-Days in Dietikon spricht nichts», heisst es dort. Die Stadt werde eine Teilnahme für den 13. oder 14. September anstreben.

Damit kommt der Stadtrat der Forderung Ehmanns nach. In ihrem Postulat schrieb sie: «Mit dieser Aufräum-Aktion können wir nicht nur auf die Littering-Problematik aufmerksam machen, sondern leisten auch einen aktiven Beitrag für die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl von Dietikon.» Nebst Ehmann unterschrieben 16 weitere Gemeinderäte das Postulat. Sie kommen aus der SVP, SP, GLP, EVP, AL und der Grünen Partei.

Übergreifende Aufräum-Aktion

Die Teilnahme am Clean-Up-Day wird eine Premiere für Dietikon. «Bisher fanden Initiativen aufgrund einiger privater Interessenten statt», sagt Ehmann. Nun sollen diese übergreifender durchgeführt werden. «Wie die Aktionen künftig aussehen werden, muss der Stadtrat noch entscheiden» so Ehmann. «Ich bin total glücklich, wurde das Postulat umgesetzt», sagt sie. Zu ihrer Freude wurde ihre Idee nicht nur umgesetzt, sondern erhielt überdies einen Platz in den neuen Legislaturzielen des Stadtrats (die Limmattaler Zeitung berichtete).

«Ich bin total glücklich, wurde das Postulat umgesetzt.» Manuela Ehmann (EVP), Dietiker Gemeinderätin

«Ich bin total glücklich, wurde das Postulat umgesetzt.» Manuela Ehmann (EVP), Dietiker Gemeinderätin

ZVG

Ehmann sieht das Littering-Problem insbesondere in den Hinterhöfen und auf den Spielplätzen. Dort würde sehr viel Unrat und Abfall liegen gelassen. «Vom Clean-Up-Day erhoffe ich mir vor allem, dass die Leute danach sensibler werden und zweimal überlegen, bevor sie etwas wegwerfen», sagt Ehmann.

Der Clean-Up-Day der Schweiz ist eingebettet in die 2008 gegründete, internationale Bewegung «Let’s Do it!». Diese setzt sich weltweit mit Aufräum-Aktionen gegen Littering ein. Mittlerweile beteiligen sich über 96 Länder in der ganzen Welt daran. Unter ihnen ist auch die Schweiz.