Eurovision Song Contest

Die erfolgsversprechenden Limmattaler Künstler für 2016

Für die Genferin Mélanie René, bzw. die Schweiz, ist der diesjährige Eurovision Song Contest schon vor dem Finale gelaufen. Schade, denn das Limmattal hätte einige Künstlerinnen und Künstler am Start, um das Ding zu rocken.

Daniel Diriwächter
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Die beiden Aescher Martin Rüegg und Fabian Flückiger sind Teil der Band The Moonling.

Die beiden Aescher Martin Rüegg und Fabian Flückiger sind Teil der Band The Moonling.

Bastian Heiniger

Die Schweiz, einst Geburtsort des „Grand-Prix Eurovision de la Chanson“, heute Eurovision Song Contest (ESC) genannt, spielt im grössten Musikwettbewerb der Welt nicht mal mehr die zweite Geige. Unser jüngster Versuch mit einer durchaus soliden Mélanie René war ein Flop. Die Sängerin, so sympathisch sie auch ist, konnte mit ihrem konventionellen Song „Time to Shine“ nicht punkten. Deswegen müssen wir am Samstag beim Finale wieder mal ohne Spannung in die Röhre schauen.

Es ist daher dringend nötig, dass wir die Krone von Lys Assia und Celiné Dion im nächsten Jahr mit einem starken Auftritt zurückerobern und einen richtig tollen Song an den ESC senden. Gerade aus dem Limmattal stammen durchaus spannende Künstlerinnen und Künstler, die den Wettbewerb mit einem Sieg geradezu mit Leichtigkeit in die Schweiz holen könnten.

The Moonling

Man müsste die Band aus Aesch wohl zum ESC-Glück zwingen - aber eine amüsante Vorstellung wäre es schon, wenn die sechs Musiker mit ihrem abgehobenen sphärischen Rock den Ostblock in Angst und Schrecken versetzen würden. Sicher hörenswerter und anspruchsvoller als einiges, was derzeit in Wien die Bühne betreten darf.

Greg Manning

Der in Nigeria geborene, aber in Weiningen aufgewachsene Gregory Wachter alias Greg Manning ist in den Staaten in der Soul-Szene längst ein Star mit Hitparadenplatzierungen. Er wäre daher ein sicherer Punktegarant für die Schweiz beim ESC 2016. Als versierter Keyborder könnte er sich eine passende Stimme leihen – beispielsweise von Mariah Carey? Wir würden gewinnen!

Diamá

Claudia d’Addio aus Dietikon, die sich heute schlicht Diamá nennt, hat schon ESC-Erfahrung. 2006 trat sie als Teil einer Retortenband unter der Fittiche von Grand-Prix-Legende Ralph Siegel an – und landete damit im Mittelfeld. Die stimmgewaltige Sängerin könnte daher 2016 das Feld quasi von hinten aufrollen und der nächste Publikumsliebling werden.

Viola Tami

Die jüngste weibliche Allzweckwaffe vom SRF kann vermeintlich alles – auch singen. Weswegen Viola Tami, wohnhaft in Oetwil, getrost für die Schweiz antreten darf. Auch ein Duett mit Ehemann Roman Kilchsperger wäre nett. Ein bisschen Romantik made in Switzerland könnte noch mehr Punkte bringen.

XEN

Um die Jugend, oder auch die europäische Agglomeration, anzusprechen, braucht es die Stimme der Strasse – der Rapper XEN verfügt über eine solche und hat bereits mit dem Track „Dietikon“ seiner Stadt ein Denkmal gesetzt. Ein solches könnte er auch für die Schweiz komponieren, bzw. rappen. Aber bitte kein Duett mit Lys Assia!

Bruno Sonetto

Bruno Sonnetto und seine Plattenfirma «Toscanelli Records» in Schlieren stehen seit Jahren für schnörkellosen italienischen Pop. Da Italien seit einigen Jahren wieder beim ESC am Start ist, hätten wir dank Bruno Sonetto und seinen jungen Schützlingen zwölf Punkte des südlichen Nachbarn auf sicher.

Stadt Jugend Musik Dietikon

Wenn die Schweiz schon die Heilsarmee zum ESC schicken konnte, so dürfte auch die musikalische Jugend aus Dietikon von einem Sieg träumen. Eine „heile Welt“ mit unverbrauchten Stimmen konnte sich beim Musikwettbewerb meist durchsetzen.