Dietikon

Am Lehrstellenmarkt stehen Schüler für ihre Zukunft Schlange

Am Lehrstellenmarkt in Dietikon treffen Jugendliche und Lehrbetriebe aufeinander.

Jefimija Djukic
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Predrag Tripkovic (15) aus Dietikon «Ich möchte mich für einen kaufmännischen Beruf bewerben, weil es eine gute Grundbildung ist und viele Türen in der Berufswelt öffnet. Mein Ziel ist es, nach dem Vorstellungsgespräch mit einem guten Gewissen nach Hause gehen zu können.»
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Ali (14) aus Dietikon «Ich erhoffe mir vom heutigen Tag ein gutes Bewerbungsgespräch. Der Detailhandel, vor allem die Konsumelektronik, interessiert mich. Ich wünsche mir einen Arbeitgeber, der gute Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet.»
Milona Zubaku (15) aus Affoltern am Albis «Ich bewerbe mich als Detailhandelsfachfrau in der Modebranche. Gerne würde ich Menschen zu ihrem persönlichen Stil verhelfen. Ich liebe den Kontakt zu Leuten und Kleidung ist meine Leidenschaft.»
Milan Jimenez (15) aus Aesch «Ich bewerbe mich als Kaufmann. Dieser Beruf ist meiner Meinung nach sehr interessant. Die Abwechslung zwischen Büro und Kundenkontakt gefällt mir. Zudem bietet die Branche sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten.»
Martin Köpfli, Berufsbildner von Spar «Leider haben wir bisher noch nicht viele Bewerbungen erhalten. Das könnte daran liegen, dass unser Standort in Mettmenstetten keine gute Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bietet. Aber wir hoffen hier auf der Lehrstellenbörse auf zahlreiche Bewerber.»
Cornelia Gerber (l.), Berufsbildnerin von Kohle « Die bisherigen Bewerbungen entsprachen nicht unseren Anforderungen, deshalb haben wir uns dazu entschieden, an der Lehrstellenbörse teilzunehmen. Unser Standort ist in Dietikon. Ideal wäre ein Lernender, dessen Wohnort in der Nähe ist.»
Lehrstellenmarkt

Predrag Tripkovic (15) aus Dietikon «Ich möchte mich für einen kaufmännischen Beruf bewerben, weil es eine gute Grundbildung ist und viele Türen in der Berufswelt öffnet. Mein Ziel ist es, nach dem Vorstellungsgespräch mit einem guten Gewissen nach Hause gehen zu können.»

Jefimija Djukic

Die Nervosität steigt. Noch eine letzte Frage an den Berufsberater, ein kurzer Blick ins Bewerbungsdossier und dann geht es bereits los. Jetzt gilt es ernst. Denn das Vorstellungsgespräch ist entscheidend für die berufliche Zukunft der Jugendlichen.

Der Andrang am Lehrstellenmarkt im reformierten Kirchgemeindehaus in Dietikon ist gross.
Organisiert hat ihn die Berufsberatung BIZ in Urdorf. Jugendliche der Bezirke Dietikon und Affoltern, die noch keine Lehrstelle haben und Betriebe, die ihre Lehrstellen noch nicht besetzen konnten, sollen hier aufeinandertreffen. Von Detailhandel bis zu Baugewerbe ist fast alles dabei. Das Konzept ist einfach: Die Schüler nehmen für die Lehrstellen, die sie interessieren, ein vollständiges Bewerbungsdossier mit und können dann mit den anwesenden Berufsbildnern unkompliziert ins Gespräch kommen. «Der Schnellere ist der Geschwindere», erklärt Projektleiter Markus Eggler.

Besonders beliebt sind die Lehrstellen beim Detailhändler Coop. An dessen Stand stehen die Schüler Schlange. «Coop hat als Arbeitgeber einen guten Ruf», sagt einer der Jugendlichen, der sich dort für eine Stelle bewerben möchte.

Nach dem Gespräch tauschen sich die Schüler mit ihren Kollegen und Kolleginnen aus. Einige können einen Termin für einen Schnuppereinsatz vereinbaren, andere gehen leer aus. «Ich werde trotzdem weitersuchen», sagt ein Schüler.