Winterthur

Frauenanteil in Verwaltungskader nahm in den letzten Jahren ab: Stadt will Problem anpacken

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Frauen in Führungspositionen sind hier nach wie vor rar: Die Winterthurer Stadtverwaltung im Superblock. (Archiv)

Frauen in Führungspositionen sind hier nach wie vor rar: Die Winterthurer Stadtverwaltung im Superblock. (Archiv)

KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Die Winterthurer Stadtverwaltung hat auf Kaderstufe immer noch ein Frauenproblem: Statt der angepeilten 35 Prozent sind auf höheren Stufen erst rund 30 Prozent der Angestellten weiblich. Nun hat der Stadtrat dargelegt, wie er das ändern will. Er gibt sich dafür Zeit bis Ende 2022.

Statt mehr wurden es in den vergangenen Jahren sogar weniger: Der Frauenanteil auf Führungsstufen in der Winterthurer Stadtverwaltung sank zuletzt auf rund 30 Prozent. Diese Auswertung, die vor einem Jahr publiziert wurde, passte so gar nicht zu den Zielen, die sich der Stadtrat eigentlich gesetzt hatte: Er peilt einen Frauenanteil von 35 Prozent in Führungspositionen an.

Weil sich das Problem offenbar nicht von selber löst, hat sich der Stadtrat nun konkrete Massnahmen verpasst: Gemäss einer Mitteilung vom Freitag soll bei Neubesetzungen und gleicher Qualifikation künftig das untervertretene Geschlecht den Vorrang erhalten. Zudem will die Stadt vermehrt flexible Arbeitsformen fördern. Gerade auf Kaderstufe soll auch Teilzeitarbeit möglich sein, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert.

Diese Massnahmen verpasst sich die Stadt auch für die mittleren und unteren Kader, so dass diese Frauen aufgebaut und dereinst in die oberen Positionen nachrutschen können. Erreicht der Stadtrat die 35 Prozent bis Ende 2022 nicht, muss er die Gründe dafür darlegen.