Bergdietikon

Adele Heris «Rote Rosen» zieren das Gemeindehaus

34 Aquarellbilder von Adele Heri zieren dieweissen Wände im Gemeindehaus. Die Vernissage lockte viele Besucher an, die die Werke begeistert aufnahmen. Vor allem die Blumenmotive lösten bei vielen Frühlingsgefühle aus.

Margret Stöcklin
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Adele Heri vor ihrem Bild.mst

Adele Heri vor ihrem Bild.mst

Die Initialzündung zur ersten Ausstellung der Dietikerin gab die Organisatorin von «Kunst im Gemeindehaus» persönlich. Sie sah ein Heri-Blumenbild in der guten Stube ihrer Mutter und erkannte das Potenzial der Aquarellmalerin. Die Freude an der harmonisch gestalteten Werkschau war Sybille Mazzotta-Locher bei ihrer Ansprache anlässlich der Ausstellungseröffnung an den strahlenden Augen abzulesen. Peter Hofstetter wob auf seiner akustischen Gitarre einen viel beklatschten musikalischen Klangteppich.

Peter Stöcklin führte ins Kunstschaffen der Spätberufenen ein. Der Laudatio-Redner animierte das Auditorium, ihn beim mentalen Spaziergang durch die inspirierende Werkschau
zu begleiten. Für ihn seien die individuellen Stimmungen der Malerin gut lesbar und ihr südländisches Temperament reflektiere in Titeln wie «Wilde Magnolien» oder «Rote Rosen». Im völligen Gegensatz dazu stehe das Bild «Seerosenteich», welches die tiefgründige Seite ihrer Persönlichkeit verrate. Seinen eigenen, höchst spannenden Charakter in Bildern einzubringen, mache für ihn die wahre Kunst aus, resümierte Stöcklin abschliessend.

Eine reine Augenweide

Mitte der 70er-Jahre erlernte Adele Heri die Bauernmalerei und verzierte in der Folge Kisten, Kommoden und Gebrauchsgegenstände. Dies war der erste Schritt in die richtige Richtung, aber noch lange nicht das Ziel. Denn eigentlich liebäugelte die aus dem Friaul stammende, gebürtige Italienerin schon lange mit der Aquarellmalerei. Aufgrund ihres Engagements im eigenen Uhren- und Bijouteriegeschäft und ihrer vierköpfigen Familie sollten zwei Jahrzehnte ins Land ziehen, bevor sie sich von Elsbeth Hophan und Jolanda Meier in die Geheimnisse dieses nicht einfachen Malstils einweihen liess.

Pflanzen und Blumen als Inspiration

Aber erst nachdem sie der Salzburger Kunstlehrer Bernhard Vogel unter seine Fittiche genommen hatte, gelang ihr das Schaffen von Stimmungen, wo vorher nur ein weisses Blatt war. Die seither entstandenen Stillleben und Blumenbilder wirken leicht und transparent. Der Schöpfungsprozess findet immer im ebenerdigen, hellen Atelier statt – mit Blick auf viel Grün und bunte Blüten, die zum Malen inspirieren.