Bildung

Ab August 2018: Kanton streicht Staatsbeiträge für Fach "Religion und Kultur"

Das Schulfach "Religion und Kultur" wird ab Schuljahr 2018/2019 nicht mehr über Staatsbeiträge finanziert. Der Kanton Zürich zahlt aber ab dem gleichen Zeitpunkt 20 Prozent an die Lohnkosten der Lehrpersonen. Dies bedeutet für den Kanton Mehrkosten von rund 1,16 Millionen Franken jährlich.

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Ab dem nächsten Schuljahr wird das Fach "Religion und Kultur" gleich wie die anderen Schulfächer finanziert. (Symbolbild)

Ab dem nächsten Schuljahr wird das Fach "Religion und Kultur" gleich wie die anderen Schulfächer finanziert. (Symbolbild)

Getty Images/Design Pics RF

Im Rahmen der Leistungsüberprüfung 2016 (Lü16) wollte der Regierungsrat die Staatsbeiträge für das Fach "Religion und Kultur" aufheben. Der Kantonsrat sprach sich zwar auch dafür aus, verpflichtete aber gleichzeitig den Regierungsrat, einen Lohnanteil für das Fach zu übernehmen.

Damit wird das Fach grundsätzlich neu wie die anderen Schulfächer finanziert, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte. Statt Einsparungen resultieren damit für den Kanton Mehrkosten von rund 1,16 Millionen Franken jährlich.

Der Regierungsrat hat nun die Lehrpersonalverordnung und die Finanzverordnung zum Volksschulgesetz angepasst. Die Änderungen treten auf den 1. August 2018 in Kraft.

Seit zehn Jahren unterstützt

Die Zürcher Gemeinden wurden seit knapp zehn Jahren für "Religion und Kultur" auf der Mittelstufe finanziell unterstützt - obwohl 2005 mit dem Volksschulgesetz solche Staatsbeiträge gestrichen worden waren.

Grund für diese finanzielle Unterstützung für ein einzelnes Fach ist das Sanierungsprogramm 2004. Damals wurde das Fach "Biblische Geschichte" abgeschafft. Auf Druck einer Volksinitiative führte der Kanton darauf als Alternative das Fach "Religion und Kultur" und den Staatsbeitrag dafür ein.