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Wie der Samichlaus eine Seite verlor….

Valérie Anneler
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Wandern im Schnee Auf dem Weg nach Mosen stapften wir durch den herrlichen Schnee.
Schneebar Hier versuchten sich die Pios im Tee-Verkauf. Dank der Kälte verirrten sich immer mehr Kunden an den Stand und das Zugticket nach Mosen war ihnen sicher.
Samichlaus und die Kinder Der Samichlaus ist froh, die Seite wieder zu haben.
Ordentlich putzen Auch in einem Pfadilager werden Zähne geputzt!
und ab ins Bett! Bevors dann wirklich ums Schlafen geht, noch ein Gruppenfoti.
Im Schnee Mörderlis macht im Schnee einfach viel mehr Spass als sonst.
Fast am Ende Und auch auf dem Heimweg lag der Schnee noch in voller Pracht vor uns.

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Oder «Das Chlaus-Lager der Pfadi Hallwyl»

Nicht einmal der Samichlaus ist perfekt, wie die Wölfe (6-9-Jährige) und Pfader (10-14-Jährige) der Abteilung Hallwyl am eigenen Leib erfahren mussten. Als am Samstag, 8. Dezember, überraschenderweise der Schmutzli am Antreten in Boniswil auftauchte und verkündete, dass sich der Chlaus erst gar nicht aus dem Haus getraut hatte. So peinlich war ihm der Verlust der Seite von seinem Chlaus-Buch.

So machten sich alle auf den Weg nach Mosen um dort Ausschau nach weiteren Hinweisen zu halten.

Unterdessen versuchte sich die Pios (15-17-Jährige) im Verkauf von heissem Tee um auch nach Mosen zu kommen. Sie bauten eine Schneebar, kochten Tee, und schon klingelte die Kasse. Knapp 3 Stunden später trafen sie in Mosen ein und unterstützen ab dann das Leitungsteam.

Zurück zu den Wölfen und Pfadern: Das erste Indiz fand man noch auf dem Weg dahin: Ein vollständiger Stammbaum der chlausschen Familie. Dies half aber weder den Wöfli noch den Pfadern weiter. Erst am Nachmittag klärte sich das Geheimnis um den Stammbaum als sie alle Lebensläufe zusammen hatten. Sofort fiel ihnen Ueli Chlaus, der Bauer, ins Auge.

Ueli hatte Land in Seengen und genau auf diesem Land steht jetzt das Pfadiheim der Hallwyler. Erbost über diese Frevler, die ohne zu fragen, einfach ihr Heim auf dieses Land gestellt hatten, überlegte er sich, wie er Rache üben konnte. Er entschied sich, die eine Seite mit allen Kindern der Pfadi Hallwyl zu stehlen und in eine Blechdose zu legen. Fest verschlossen mit einem Zahlenschloss.

Somit schloss sich der Kreis um die Frage, wer die Seite hat. Doch wo war sie jetzt? Es dunkelte bereits und die Stunde des Samichlaus rückte immer näher.

Während dem Grittibänze formen und verzieren, bemerkten die Hallwyler, wie eine Gestalt draussen etwas zu vergraben versuchte. Sofort stürmten alle nach draussen, doch der Graber war schon weg – hatte aber eine Blechdose mit Schloss zurückgelassen! Die Kinder versammelten sich um die Dose und begannen mögliche Codes herauszufinden. Dank dem Lebenslauf kamen sie auf den richtigen Weg – der Geburtstag von Ueli - und lösten das Schloss.

Zum Vorschein kam ein Umschlag mit den Worten „Die fehlende Seite“. Die Freude war gross, fast so gross wie der Hunger. Denn schon rief das Küchenteam zu Tisch.

Spät am Abend traute sich der Samichlaus doch noch zu uns. Er entschuldigte sich für das Missgeschick.

Doch ehe er sich unverrichteter Taten auf den Heimweig machen konnte, überreichte ihm ein Wolf die fehlende Seite. Man sah dem Samichlaus die Erleichterung über den Fund sichtlich an.

Doch ehe der Chlaus damit beginnen konnte Gutes und Schlechtes zu sagen, bekamen zwei Kinder ihren lang ersehnten Pfadinamen. Sie wurden vor dem Chlaus auf die Namen Doopey und Flou getauft.

Dann zückte der Chlaus sein vollständiges Buch und begann den Kindern von ihren guten und weniger guten Eigenschaften zu erzählen. Jeweils mit einem Rat fürs nächste Jahr. Es war bereits Nacht geworden und der Samichlaus machte sich auf den Heimweg, die Kinder auf den Weg ins Bett.

Zähne putzen, Schlafsack ausrollen, reinkuscheln und einschlafen.

Doch was war das?! Mitten in der Nacht entdeckten die Leiter wiederum die Gestalt, die die Kinder bereits am Nachmittag gesehen hatten. Womöglich war es Ueli Chlaus? Um dies zu klären holten sie sich die Pfader zu Hilfe und machten sich auf die Jagd nach Ueli. Doch leider machte der sich, trotz hartnäckiger Verfolgung, wieder aus dem Staub.

Am nächsten Morgen während dem Zmorge informierten die Pfader die Wölfe über die Geschehnisse in der Nacht. Aber die Zeit drängte, das Lagerhaus musste schliesslich noch gereinigt werden.

Also wurden alle Sachen gepackt und das Haus geputzt.

Der Weg zurück schien sich in die Länge zu ziehen, waren doch alle müde und geschafft vom Abenteuer „fehlende Seite“. Doch hie und da zeigte sich ein glückliches und zufriedenes Lächeln auf einem Kindergesicht.

Am Abtreten bedankten sich die Leiter bei den Kindern für ihre Hilfe und verabschiedeten sich mit den Worten „Wir sehen uns an der Waldweihnacht nächste Woche!“.