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Wahlen im Doppelpack

Brigit Bolliger
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undefined Hanspeter Maurer bestätigt seine Wahl zum Mitglied der Kirchenpflege
undefined Beat Hunziker bei der Unterschrift

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Kirchgemeindeversammlung der ref. Kirche Reinach-Leimbach

Im Anschluss an den von Pfarrer Christian Landis durchgeführten Gottesdienst konnte die Präsidentin der reformierten Kirchgemeinde Reinach-Leimbach Hannelore Zingg 68 Stimmberechtigte zur Herbstversammlung begrüssen. Bevor die Verhandlung der offiziellen Geschäfte in Angriff genommen wurde, bat die Präsidentin um einen Moment der Stille, um dem kürzlich verstorbenen Kirchenpflegemitglied Cornelia Maurer zu gedenken.

Die Traktandenliste war unspektakulär und barg keine besonderen Knacknüsse. So wurden die Traktandenliste sowie das Protokoll der Versammlung vom 9. Juni 2013 einstimmig genehmigt. Unter Traktandum 2 wurde das Budget 2014 von Finanzverwalter Martin Ackermann vorgestellt. Besonders erwähnt wurden die im Vorjahr budgetierten Steuereinnahmen, welche voraussichtlich nicht erreicht werden können, die etwas gesunkenen Lohnausgaben, das Defizit, welches aus dem Eigenkapital gedeckt werden kann sowie die doch recht massiven Abgaben, welche in Form von Zentralkassenbeiträgen an die Landeskirche ausgerichtet werden müssen. Ackermann wies darauf hin, dass die Kirchgemeinde aber erfreulicherweise nicht verschuldet ist und bisher alle Kosten immer selber tragen konnte. Unter der Position „Liegenschaften – Baulicher Unterhalt“ sind neben den normalerweise budgetierten Fr. 30'000.- weitere Fr. 20'000.- veranschlagt. Diese sind für die Renovation der Sigristenwohnung im Kirchgemeindehaus budgetiert. Das Budget wurde ohne Wortmeldung seitens der Stimmberechtigten mit 67:1 Stimmen angenommen. An dieser Stelle wurden die Mitglieder der Finanzkommission Heidi Hirt, Thomas Hofmann und Beat Hunziker sowie Finanzverwalter Martin Ackermann bestens verdankt.

Höchst erfreut zeigte sich die Präsidentin, als sie unter Traktandum 3 und 4 Wahlen ankündigen konnte. Wie bereits vor der Versammlung vom Juni hatten sich auch dieses Mal gleich zwei neue Kandidaten gemeldet. So meinte Hannelore Zingg auch scherzend: „Doppelte Wahlen scheinen in Mode zu kommen.“ Hanspeter Maurer stand bereits viele Jahre in den Diensten der ref. Kirche Reinach-Leimbach und stellte sich nun offiziell für das Amt als Kirchenpfleger zur Verfügung. Als zweiten Trumpf im Ärmel stellte Zingg anschliessend Beat Hunziker aus Reinach vor, welcher bis anhin als Mitglied der Finanzkommission tätig war. Auch er stellte sich einer geheimen Wahl. Beide Männer wurden mit offenen Armen empfangen und gewählt. Selbstverständlich wird Beat Hunziker sein Mandat als Finanzkommissions-Mitglied per sofort niederlegen. Während die Stimmen ausgezählt wurden, berichtete Ruth Siegrist aus der Zusammenkunft der Synode.

Unter dem Traktandum „Verschiedenes und Umfrage“ wurde der Verwunderung Ausdruck verliehen, weshalb man von der Wahl von Beat Hunziker nicht früher Kenntnis bekam. Da die Bereitschaft Hunziker’s erst vor wenigen Tagen spruchreif wurde, fehlte für die Veröffentlichung schlichtweg die Zeit. Im Bericht aus der Synode von Ruth Siegrist wurde unter anderem das „Pädagogische Handeln“ erwähnt, auf welches sich zwei-drei Wortmeldungen aus den Reihen der Stimmberechtigten ergaben. Man ist sich durchweg einig, dass in Reinach-Leimbach die Zusammenarbeit Kirche-Eltern sehr gut funktioniert und auch die Jugendlichen sich in erfreulicher Weise in der Kirche und dem kirchlichen Unterricht einbringen. So wurde festgehalten, dass ein Zwang zur Religion in der Regel nur Gegendruck erzeugt, und eine gute Zusammenarbeit viel wichtiger und längerfristig erfreulich ist.

Ein weiterer Punkt war die Frage nach dem „Wie-weiter“ mit der leer werdenden Sigristen-Wohnung. Diese soll, wie im Budget erwähnt, sanft renoviert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder vermietet werden. In welchem genauen Ausmass die Wohnung renoviert werden muss, steht noch nicht fest, da die Wohnung bis dato noch nicht geräumt ist und so deren Zustand auch noch nicht bis ins Detail eingesehen werden konnte.

Wie immer unterliegen sämtliche Beschlüsse dem fakultativen Referendum.

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