Leserbeitrag
Vereinsreise des Johannivereins Fislisbach

Marcel Siegrist
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Der 1920 gegründete Johanniverein Fislisbach machte zum Abschluss seiner diesjährigen Vereinsreise ins Bernbiet Halt in Langenthal, wo es erstmals zu einem freundschaftlichen Treffen mit dem Namensverein-Pendant aus dem Oberaargau kam – dem Hansenverein Langenthal. Bei den Fislisbacher Hansen mit dabei war Johann Julius Koller. Er feierte am Reisetag den 79. Geburtstag.

Auf der Johanni-Reise in den Kanton Bern peilten die Fislisbacher Hansen gleich dreimal einen Gasthof Bären an. Das Znüni genoss die knapp 30-köpfige Reisegesellschaft aus dem Bezirk Baden im Bären Twann, das Mittagessen im Bären Ins und das Dessert im Bären Langenthal. In die Vereinsreise integriert war eine Führung durchs Albert Anker-Haus in Ins. Diese gestaltete der Ur-Ur-Enkel von Albert Anker, Matthias Brefin, der viel Interessantes zu berichten wusste. Seit 2004 seine Frau und seine Tochter im Tsunami ums Leben kamen, bewohnt er das Haus und verwaltet den Nachlass des 1910 verstorbenen Malers.

Die Fislisbacher hatten aus der Zeitung erfahren, dass es auch in Langenthal einen aus Hansen bestehenden Verein gibt, nahm mit diesem Kontakt auf und traf sich prompt auf der Rückreise mit dem Vorstand des Langenthaler Hansenvereins. Die Fislisbacher kamen nicht mit leeren Händen. Deren aus Hans Zimmermann (Präsident), Hans Moser (Kassier und Vizepräsident) und Johanna Wüthrich (Aktuarin) bestehender Vorstand überreichte den Namenskollegen aus dem Oberaargau eine Wappenscheibe von Fislisbach sowie einheimischen Wein. Humorvoll die Präsidenten ihre Vereine vor. Hans Zimmermann verriet, dass der Johanniverein Fislisbach aktuell 41 Mitglieder zähle (davon 10 weibliche), das jüngste Mitglied 37 und das älteste 88 Jahre alt sei. Von den fünf unter 50-Jährigen seien drei ausserhalb Fislisbachs wohnhaft. „Das Durchschnittsalter beträgt 68,67 Jahre. Der Durchschnittsgeburtstag aller Mitglieder ist der 14. August 1946“, so Zimmermann, der mit dieser Feststellung ein kollektives Schmunzeln und Lachen auslöste.

Hansruedi Christen, Oberhans (Präsident) des Hansenvereins Langenthal, stellte bei diesem gemütlichen Treffen im Bären in Langenthal die 15500 Einwohner zählende Stadt vor und erinnerte daran, dass der Hansenverein früher eine soziale Aufgabe hatte, indem er ärmere Hansen finanziell oder materiell unterstützte. Heute pflegt der aktuell 79 Mitglieder zählende Verein die Kameradschaft und Geselligkeit – mit der Hansen-Suppe im November und der Hansen-Feier im Juni. Die 134. Hansen-Feiern hat soeben stattgefunden. Der Langenthaler Oberhans erzählte den meist mit ihren Gattinnen erschienenen Hansen vom Besuch des Johannivereins Fislisbach – und dass bei diesem auch Frauen namens Johanna oder Jeanette als Mitglieder aufgenommen würden. Auf Anregung von Ehren-Oberhans Hans Jordi und weil sich kürzlich ein Vorstandsmitglied über die Geburt eines Enkelkindes namens Hanna freuen durfte, stimmten die Langenthaler Hansen ab, ob sie dem Fislisbacher Beispiel folgen wollen. Sie taten dies einstimmig. Deshalb sind künftig – was in Fislisbach längst der Fall ist – auch in Langenthal weibliche Mitglieder willkommen, deren Vorname etwas mit Hans zu tun hat.

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