Leserbeitrag

Trachte-Obe

Keine Nachwuchssorgen bei der Trachtengruppe Muhen

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Für den traditionellen Trachtenabend hatte die Trachtengruppe Muhen wie gewohnt ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Nach der Begrüssung durch Präsidentin Annerös Hess trug der Trachtenchor unter Leitung von Marlyse Hilfiker Jodellieder vor, das schöne getragene „Es fründlichs Wort", gefolgt von „We d'Lüt nüm brichte". Danach hatte die Tanzgruppe von Nelly Fuhrer ihren Auftritt, wobei dem Publikum vor allem der Tanz „Isch's erlaubt" gefiel, wo sich die Damen lange bitten lassen, bevor sie den Herren zum Tanz folgen.

Dass es an Nachwuchs nicht mangelt, zeigte der Auftritt der Kindergruppe von Therese Kretz Humbel und Marlyse Hilfiker. 19 Mädchen und 1 Junge zwischen 4 und 12 Jahren sind mit Begeisterung dabei, auch sie singen nicht nur, sondern studieren auch Tänze ein. Dem bekannten „'s isch mir alles eis Ding" folgte der Jodelrap, der beweist, wie man traditionelles und modernes Sing-Gut miteinander verbinden kann. Den Tanz zum Zofinger Marsch musste die Gruppe gleich zwei Mal vortrugen, auch der Pinguin-Tanz war sehr gelungen.

Dann wurde es auf der Bühne eng, als Gross und Klein, Trachtengruppe und Kindergruppe gemeinsam sangen, auch optisch ein farbenfrohes prächtiges Bild mit all den schönen Trachten. Getreu dem Motto „Lebe Deinen Traum und singe" wurde als Zugabe das Lied „Ganz e schöne Traum" vorgetragen.

Zum Abschluss des ersten Teils trat nochmals die Tanzgruppe auf, aus den geplanten zwei Tänzen wurden drei, das Publikum wollte auch den zuletzt neu einstudierten Tanz sehen. Damit ging auch eine Aera zu Ende, nach 16-jähriger Tätigkeit gibt Nelly Fuhrer die Leitung der Tanzgruppe ab, ihre Amtszeit wurde mit den letzten Melodien verglichen: Zu Beginn eines neuen Tanzes kamen sich die Mitglieder der Tanzgruppe oft vor wie vor dem „Schilthorn", keiner wusste so recht, wie man die neue Aufgabe in Angriff nehmen sollte. Aber getreu Nelly Fuhrers Motto „Achtung, fertig, los" klappte es am Ende immer.

Begleitet wurden alle Tänze durch die Oberbaselbieter Ländlerkapelle, welche auch nach Abschluss des offiziellen Programms noch lange zum Tanz aufspielte.

Im zweiten Teil des Programms wurden die Lachmuskeln des Publikums strapaziert, im Lustspiel „Uf de Gämselialp" kam es durch die nicht zu bändigende Jagdlust des Gämselijägers Sepp und des Aelplers Bänz zu vielen Versteckspielen, Verwicklungen und „Fehlschüssen". Vereinfacht wurde die Situation nicht gerade durch das Auftauchen eines völlig unpassend ausgerüsteten jungen Touristenpärchens, die Neugierde des Chrüterfrauelis und den Besuch des Wildhüters. Die Ehefrauen von Sepp und Bänz taten ihr Bestes, um die Jäger zu bremsen, aber zum Glück kann man erlegtes Wild - ob Geiss, Kuh oder Gämse - ja zur Not auch im Kinderwagen transportieren.