Leserbeitrag
Sportweekend Männerriege Buchs

Gustav Ballmer
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Bilder zum Leserbeitrag

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Bei etwas wolkenverhangenem Himmel führte uns unser Turnkamerad Sergio mit seinem Bus Richtung Luzern - Ziel Innerschweiz. In Sachseln begrüsste uns die Sonne, und im Mittelpunkt der Schweiz, auf der Aelggialp, wurden wir erstmals verwöhnt mit Sonne, Kaffee und Gipfeli.So fanden wir schnell die Tafel, wo die Schweizer des Jahres verewigt wurden. Nach einem Rundgang auf der Alp mit der üppigen Blumenpracht überraschte uns Hansheiri mit einem gekühlten Apero. Die Talfahrt von der Aelggialp war gespickt mit einer weitläufigen Aussicht auf den Sarnersee und die umliegenden Berge. Nach einem währschaften "Schacher-Seppli-Cordon Bleu in Giswil war das nächste Ziel Brünig Indoor. Auf dieser unterirdischen Schiessanlage haben wir das Programm Robin Hood gewählt. Dies umfasste Armbrust, Pfeilbogen und Blasrohrschiessen. Nun wurden alle wieder zu Eidgenossen, Robin Hodd wurde am Schluss unser Kamerad Rolf Lehmann. Weiter ging die Fahrt über Stansstaad nach Beckenried, wo uns die Autofähre nach Gersau führte. Auf dem Oberdeck genossen wir diese Ueberfahrt, in unseren Augen immer das Gewitter über der Rigi. Doch wir wurden vom Wetter verschont, und trafen nach kurzer Fahrt im Muotathal ein. Noch ein kleiner Aufstieg und wir erreichten Illgau. Der Ort liegt auf einem sonnigen Plateau, wir wurden begrüsst von einer Regenschauer.Bald schon war der Regen Nebensache und das 250 Jahr alte Restaurant Sigristenhaus empfing die Turnerschar herzlich. Nach den Melodien der Kapelle Illgauergruess lud uns der Wirt zum Nachtessen ein.Um 20.30 Uhr wurde es plötzlich ruhig in den Reihen, der Wetterschmöcker Martin Horat machte seine Aufwartung. Er erzählte über Land und Leute, Bauer und Sense, Schnee und Ameisen und natürlich über die Geschichte der Wetterschmöcker im Muotathal. Auf die Frage, wie denn das Wetter am Vereinsjubiläum im August aussehen würde, meinte Martin Horat: Ja, es isch echli schwierig, am Afang isch es bewölkt und kühl, denn gäge mitti August warmed's denn echli aber am 16.August dörfe der d'Jacke ned vergä$sse. Nach eineinhalb Stunden verabschiedeten wir diesen besonderen Mann mit einem tüchtigen Applaus. Am Sonntagmorgen begrüsste uns die Sonne in Ilgau, und schon vor dem Frühstück sah man den einen oder anderen Turner im Dorf spazieren. Nach dem Essen etwas wandern- so erkundeten wir den Moutathaler Witzweg entlang des Mouta-Fluss. Der einheimische Dialekt ist nicht einfach in unsern Sprachgebrauch zu übersetzen, was hiess, zweimal lesen.Am Ende der Wanderung begrüssten uns zwei Herren der Stiftung Schwyzer Festungswerke, und führten uns in den Kommandoposten Selgis. Erstaunt nahmen wir wahr, was für Einrichtung aus der Kriegszeit in unsere Berge gebaut wurden. Die Kaverne Selgis ist keine Kampffestung sondern ein sehr gut ausgerüsteter Kommandoposten für grosse Truppenverbände. Er bietet 15 verschiedene Arbeitsräume und Betten für 93 Personen. Besonders erwähnenswert ist der Wandbildzyklus des St.Galler Kunstmalers Willi Koch. Der Kanton Schwyz hat die vielen, auf Beton gemalten Bilder, unter Schutz gestellt.Nach zwei Stunden waren wir froh, wieder nach darussen in die Wärme zu gelangen, betrug die Innentemperatur nur magere 12°C. Ein kleiner Fussmarsch bis zur Stossbahn und dann zurück mit dem Bus ins Freiamt. Den Abschluss des erlebnisreichen Weekends erlebten wir im Guggibad, wo die tolle Reise nochmals ausgetauscht werden konnte. G.Ballmer

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